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Globaler Ausblick 2021: Die Neuordnung der Anlagewelt

Wir stehen am Beginn einer Neuordnung der Anlagewelt. Die Corona-Pandemie beschleunigt tiefgreifende Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft in vier Bereichen: Nachhaltigkeit, Ungleichheit, Geopolitik und wirtschaftspolitische Revolution. Wir glauben, dass dies ein grundlegendes, sofortiges Umdenken bei den Investitionsportfolios erfordert.
Anlagethemen
01

Die neuen Nominalzinsen

Wir sehen höheres Wachstum und niedrigere Realzinsen, einen beschleunigten Neustart und Zentralbanken die den Anstieg der Nominalrenditen begrenzen – auch bei steigenden Inflationserwartungen. Die Teuerung wird sich anders auswirken als früher. Unsere Strategie: Wir untergewichten Staatsobligationen, sehen Aktien durch fallende Realzinsen gestärkt.

02

Neuverkettung der Globalisierung

Corona begünstigt geopolitische Umwälzungen wie eine zweigeteilte Weltordnung mit den USA und China sowie eine Neugestaltung globaler Lieferketten wobei mehr Wert auf Widerstandsfähigkeit und weniger auf Effizienz gelegt wird.Unsere Strategie: Wir bevorzugen eine bewusste Länderdiversifizierung und Engagements in China über dem Benchmarkniveau.

03

Transformationen im Turbomodus

Die Pandemie verstärkt bestehende strukturelle Trends wie Nachhaltigkeit, Ungleichheit innerhalb und zwischen den Ländern und die Dominanz des E-Commerce auf Kosten des traditionellen Einzelhandels. Unsere Strategie: Wir favorisieren nachhaltige Anlagen, da in der Gesellschaft das Thema Nachhaltigkeit an Bedeutung gewinnt.

Neue Regieanweisung erforderlich

Wir glauben, dass wegen der Pandemie die sonst übliche Konjunkturdynamik ausser Kraft gesetzt ist. Der Schock gleicht eher einer grossen Naturkatastrophe mit anschliessendem wirtschaftlichen Wiederaufschwung. Schon zu Beginn der Krise gingen wir davon aus, dass die Belastungen für die Wirtschaft – die für die Finanzmärkte im Vordergrund stehen – deutlich geringer ausfallen würden als die durch die globale Finanzkrise 2008.

Voraussetzung dafür war eine starke Unterstützung der Politik, um privaten Haushalten und Unternehmen über Einkommensausfälle hinwegzuhelfen. Die ersten Resultate bei Covid-19-Impfstoffen bestärken uns in dieser Gesamteinschätzung, denn sie lassen 2021 auf eine deutlich beschleunigte Wirtschaftsaktivität hoffen, wenn der Nachholbedarf die Nachfrage ankurbelt. Im Nu dürften dann auch die Märkte angesichts des aufgehellten Ausblicks einen umfassenden Neustart der Wirtschaft einpreisen.

Herausforderungen des Neustarts

In nächster Zeit stehen die USA und Europa vor grossen Herausforderungen: Die zweite Infektionswelle könnte eine wirtschaftliche Talfahrt auslösen. Die Gefahr von Ermüdungserscheinungen der Politik wächst, zumal in den USA. Aber die Unterstützung von dieser Seite ist unverzichtbar, um den dauerhaften Schaden für die Wirtschaft in Grenzen zu halten. Positive Nachrichten zu Impfstoffen könnten jedoch die Wende bringen. Mit ihnen wird Licht am Ende des Tunnels sichtbar: Politiker, Unternehmen und Märkte sehen klarer, wie sie aus der Corona-Krise herauskommen können.

Widerstandsfähigere Gesamtportfolios

Wir ziehen es daher vor, über kurzfristige Marktschwankungen hinauszublicken. Unsere insgesamt risikobereite Positionierung verstärken wir. Dazu stufen wir Aktien aus taktischer Sicht hoch und gehen zu einem Sektoransatz über. Wir mögen die Technologie- und die Gesundheitsbranche wegen der coronabedingten Umwälzungen. Dies gleichen wir durch eine Präferenz für die grössten Nutzniesser des wirtschaftlichen Neustarts aus: Schwellenländeraktien und US-Nebenwerte. Aktien aus Asien ohne Japan sowie asiatische Obligationen gewichten wir wegen der erfolgreichen Eindämmung des Virus in der Region über und bevorzugen Anlagen mit Bezug zu Wachstum in China.

Die Zentralbanken scheinen entschlossen, einem Anstieg der Nominalrenditen Einhalt zu gebieten – selbst wenn die Inflation wieder anzieht. Für diesen Fall brauchen Anleger eine neue Regieanweisung. Staatsobligationen gewichten wir unter und halten eine höhere strategische Allokation in Aktien aufrecht als sonst in Phasen mit Inflationsanstieg üblich.

Nachhaltigkeit ist eine zentrale Komponente unserer Einschätzungen, da wir auf Jahre hinaus mit einer massiven Kapitalumschichtung zugunsten von Nachhaltigkeitsanlagen rechnen. Entgegen dem, was bisher Konsens war, erwarten wir, dass diese Verschiebung Anlegern zu höheren Erträgen verhilft. Engagements an den Privatmärkten sind eine Möglichkeit, Portfolios wetterfester zu machen und dabei Nachhaltigkeit in den Fokus zu rücken.

Mehr dazu in unserem vollständigen Globalen Anlageausblick 2021 in PDF-Format.

Strategische und taktische Einschätzungen

Strategische (langfristige) und taktische (6-12 Monate) Einschätzungen zu den wichtigsten Anlageklassen, Dezember 2020

Detaillierte Legende

Anlageklasse Strategische Einschätzung Taktische Einschätzung
Aktien Strategische Einschätzung - neutral Taktische Einschätzung: - neutral
Angesichts gestiegener Bewertungen und des schwierigen Umfelds für Gewinne und Dividenden sind wir im Rahmen unserer strategischen Allokation bei Aktien neutral positioniert. Innerhalb der Anlageklasse tendieren wir zu Schwellenländeraktien. Bei unserer taktischen Allokation sind wir zu einer Übergewichtung übergegangen, da wir erwarten, dass der Neustart Fahrt aufnimmt und die Zinsen niedrig bleiben. Wir finden einen zweigleisigen Ansatz reizvoll: Ein Engagement in Qualitätsaktien gleichen wir durch Positionen bei ausgewählten zyklischen Titeln aus.
Unternehmensobligationen Strategische Einschätzung - neutral Taktische Einschätzung: - neutral
Wir haben Unternehmensobligationen in unseren strategischen Portfolios neutral gewichtet, da die Spreads von Investment-Grade-Obligationen Anleger nicht mehr so gut für steigende Ausfallrisiken entschädigen dürften. Für regelmässige Erträge finden wir Hochzinspapiere weiterhin attraktiv. Kurzfristig dürften der wirtschaftliche Neustart und die anhaltende Unterstützung der Politik Unternehmensobligationen zu einer guten Performance verhelfen. Auch dann, wenn die Rendite-Spreads enger und einige der Hilfsprogramme zurückgefahren werden.
Staatsobligationen Strategische Einschätzung - neutral Taktische Einschätzung: - neutral
Für das Halten von Staatsobligationen gibt es kaum noch gute strategische Gründe, da sich die Renditen den vermeintlichen Untergrenzen nähern. Dadurch schwindet der Nutzen der Anlageklasse als Puffer gegen einen möglichen Ausverkauf am Aktienmarkt. Wir bevorzugen inflationsgeschützte Obligationen, da wir mittelfristig einen Anstieg der Inflation erwarten. Aus taktischen Gründen halten wir die Duration neutral, denn geldpolitische Stützungsmassnahmen drücken die Renditen.
Geldmarktanlagen Taktische Einschätzung: - neutral Taktische Einschätzung: - neutral
Wir sind neutral positioniert und nutzen Geldmarktanlagen, um eine Übergewichtung in Aktien und Unternehmensobligationen finanzieren zu können. Ein gewisses Cash-Polster ist gut als Puffer gegen mögliche angebotsseitige Schocks, die Aktien wie Obligationen auf Talfahrt schicken.
Privatmärkte Strategische Einschätzung - neutral Taktische Einschätzung: - neutral
Nicht-traditionelle Ertragsströme, auch aus privaten Krediten, können Mehrwert und Diversifizierungsvorteile bieten. Unsere neutrale Einschätzung basiert auf einer Anfangsallokation, die deutlich über der der meisten professionellen Anleger liegt. Viele institutionelle Anleger sind nach wie vor an den Privatmärkten unterinvestiert, da sie unseres Erachtens die Liquiditätsrisiken überschätzen. Die Privatmärkte sind eine komplexe Anlageklasse, die nicht für alle Anleger geeignet ist.

Anmerkung: Die dargelegten Einschätzungen erfolgen aus der Perspektive eines US-Dollar-Anlegers per Dezember 2020. Das vorliegende Dokument stellt eine Einschätzung des Marktumfelds zu einem bestimmten Zeitpunkt dar und ist weder als Prognose zukünftiger Ereignisse noch als Garantie zukünftiger Ergebnisse zu verstehen. Diese Informationen sollten vom Leser nicht als Research- oder Anlageberatung in Bezug auf einen bestimmten Fonds, eine bestimmte Strategie oder ein Wertpapier herangezogen werden.

Die Autoren
Philipp Hildebrand
Vice Chairman
Philipp Hildebrand, Vice Chairman von BlackRock,ist Mitglied im Global Executive Committee und Vorsitzender der Financial Markets Advisory bei BlackRock.
Jean Boivin
Managing Director
Head of BlackRock Investment Institute Jean Boivin, PhD, Managing Director, leitet das BlackRock Investment Institute (BII).
Elga Bartsch
Head of Macro Research, BlackRock Investment Institute
Head of Macro Research Elga Bartsch, PhD, leitet den Bereich Wirtschafts- und Marktanalysen innerhalb des BlackRock Investment Institute.
Mike Pyle, CFA
Chief Investment Strategist, BlackRock Investment Institute
Chief Investment Strategist, BlackRock Investment Institute Mike Pyle, CFA, Managing Director, ist Global Chief Investment Strategist bei BlackRock.
Scott Thiel
Chief Fixed Income Strategist
Scott Thiel ist Chief Fixed Income Strategist bei BlackRock und Mitglied BII.

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Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um Werbematerial. Dieses Material dient nur zu Informationszwecken und darf nicht als verlässliche Prognose, Finanzanalyse oder Anlagerat verstanden werden und ist keine Empfehlung, Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, noch ist es als Basis für die Übernahme einer speziellen Anlagestrategie zu betrachten. Die geäusserten Meinungen entsprechen dem Stand vom 1. Oktober 2020 und können ohne Vorankündigung geändert werden. Es liegt im alleinigen Ermessen und Risiko des Lesers, sich auf die Informationen in diesem Material zu verlassen. Alle Finanzanlagen sind mit Risiken verbunden.

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für die aktuelle oder zukünftige Wertentwicklung. Der Wert einer Anlage und die hieraus erzielten Erträge können steigen, aber auch fallen und sind in ihrer Höhe nicht garantiert, sodass der investierte Ausgangsbetrag nicht garantiert werden kann. Änderungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der Anlagen steigt oder fällt. Insbesondere bei Fonds mit höherer Volatilität können starke Schwankungen auftreten, die einen raschen und drastischen Wertrückgang der Anlage nach sich ziehen können. Höhe und Grundlage der Besteuerung können sich von Zeit zu Zeit ändern.

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