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Insbesondere sind die beschriebenen Fonds nicht zum Vertrieb an oder zur Anlage von US-Personen (wie im Verkaufsprospekt für BGF und BSF näher definiert) verfügbar. Die Anteile werden nicht gemäß dem US Securities Act von 1933 in seiner jeweils geltenden Fassung (der „Securities Act") registriert, und, mit Ausnahme von Transaktionen, welche keine Verletzung des Securities Act oder sonstiger anwendbarer US-Wertpapiergesetze (einschließlich der Gesetze der Einzelstaaten der USA) darstellen, dürfen sie weder direkt noch indirekt in den USA sowie ihren Besitzungen und Territorien sowie Gebieten, die ihrer Rechtsordnung unterliegen, US-Personen oder dritten Personen, die zugunsten von US-Personen handeln, angeboten oder verkauft werden.
Die beschriebenen Fonds wurden und werden nicht in Kanada zum Vertrieb zugelassen. Es wurde kein Verkaufsprospekt für diese Fonds bei der zuständigen Wertpapieraufsicht oder Aufsichtsbehörde in Kanada sowie zugehörigen Provinzen oder Territorien eingereicht. Diese Website ist unter keinen Umständen als Werbung oder sonstige Verkaufsförderung von Anteilen in Kanada zu verstehen. Personen, die in Kanada nach dem Einkommenssteuergesetz (Income Tax Act) als Einwohner gelten, dürfen keine Anteile an den beschriebenen Fonds erwerben oder in ihr Anlagedepot transferieren lassen, außer sie sind nach den Vorgaben des anzuwendenden Gesetzes in Kanada und seiner Provinzen dazu berechtigt.
Anträge auf Zeichnung eines auf dieser Website genannten Fonds müssen auf Basis des jeweiligen Angebotsdokumentes, welches sich auf die spezifische Anlage bezieht (zum Beispiel des Verkaufsprospektes, der vereinfachten Prospekte oder sonstiger anwendbarer Geschäftsbedingungen) erfolgen. Eine Kopie des Verkaufsprospektes, der vereinfachten Prospekte sowie des letzten Jahres- und Halbjahresberichtes für die BlackRock Global Funds (BGF) und BlackRock Strategic Funds (BSF) sind kostenlos und in Papierform bei der Informationsstelle der BGF in Deutschland, BlackRock (Netherlands) B.V. , Frankfurt Branch, Bockenheimer Landstraße 2-4, D-60306 Frankfurt am Main sowie bei den Zahlstellen zu beziehen. Zahlstelle in Deutschland ist die JP Morgan AG, Junghofstraße 14, D-60311 Frankfurt am Main und in Österreich die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, A-1030 Wien, Am Stadtpark 9.
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Ann-Katrin Petersen ist Leiterin der Kapitalmarktstrategie bei BlackRock für Deutschland, Österreich, die Schweiz und Osteuropa. Sie blickt jede Woche auf aktuelle Entwicklungen an den Märkten und ordnet mögliche Auswirkungen für Anlegerinnen und Anleger ein.
Neue Chancen für Anleger
Taktische Gewinnmitnahmen, KI-Überzeugung bleibt
Inflation, Notenbanken und EU-China-Handel bestimmen den Takt
Die globalen Staatsanleihemärkte erlebten eine weitere schwankungsreiche Woche. Die Renditen 10- und 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichten vorübergehend ihre höchsten Stände seit 24 Jahren. Erfolgreiche Anleiheauktionen sorgten anschließend für gewisse Entspannung. Innerhalb des europäischen Rentenmarktes blieben insbesondere französische Staatsanleihen aufgrund von Sorgen um die Tragfähigkeit der Staatsfinanzen unter Druck. Die Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen zog leicht an und beendete die Woche bei knapp 3,5 % (Quelle: LSEG, 09.10.2026). Der Anstieg des Ölpreises angesichts anhaltender Spannungen im Nahen Osten schürte Inflationssorgen und sorgte für zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Renditen. Für uns bestätigen die Marktbewegungen jedoch vor allem eines: Der Wettbewerb um Kapital nimmt zu.
Anatomie der US-Staatsanleihenrendite: Neue Chancen für Anleger
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist in diesem Jahr um rund 110 Basispunkte auf etwa 5,25 % geklettert. Der Anstieg ist vor allem auf höhere Realzinsen zurückzuführen – also auf Zinsen nach Abzug der erwarteten Inflation. Steigende Inflationserwartungen oder eine höhere Laufzeitprämie spielten dagegen eine geringere Rolle. Zwei Faktoren treiben maßgeblich die Realzinsen: Der zunehmende Wettbewerb um Kapital erhöht das sog. neutrale Zinsniveau, das die Wirtschaft weder bremst noch zusätzlich antreibt. Gleichzeitig haben die Spannungen im Nahen Osten und der damit verbundene Angebotsschock die Erwartungen an die US-Geldpolitik deutlich verändert. Seit Jahresbeginn preisen die Märkte für die kommenden zwölf Monate zusätzliche Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed von rund 160 Basispunkten ein (Quelle: LSEG, 09.10.2026). Das erscheint uns überzogen.
Unsere Analyse zeigt: Bei den aktuellen Niveaus könnten die Anleiherenditen innerhalb der kommenden zwölf Monate um weitere rund 75 Basispunkte steigen, bevor die Gesamtrendite negativ würde. Dieser Puffer spricht unseres Erachtens dafür, US-Staatsanleihen aufzustocken. Besonders attraktiv erscheint uns das kurze Ende der Zinskurve, da hier überzogene Erwartungen an weitere Zinserhöhungen am ehesten zurückgehen könnten.
Wir stocken US-Staatsanleihen über verschiedene Laufzeiten hinweg auf. Fast sechs Jahre lang waren wir überwiegend untergewichtet. Nun bieten die Anleiherenditen wieder ein Niveau, das zu unserer Einschätzung eines strukturell höheren Zinsumfelds passt – und attraktive laufende Erträge ermöglicht.
Besonders attraktiv erscheinen uns kurzfristige US-Staatsanleihen. Wir stufen sie taktisch, mit Blick auf die kommenden sechs bis zwölf Monate auf „übergewichtet“ hoch, da die Märkte unserer Ansicht nach zu viele weitere Zinserhöhungen der Fed eingepreist haben. Langlaufende US-Staatsanleihen stufen wir auf neutral hoch: Ihre höheren Renditen bieten inzwischen einen besseren Ausgleich für mögliche Kursverluste bei weiter steigenden Zinsen. Gleichzeitig verringern wir unsere Untergewichtung japanischer Staatsanleihen.
US-Aktien: Taktische Gewinnmitnahmen, KI-Überzeugung bleibt
Im Gesamtkontext des Portfolios finanzieren wir diese Anpassungen teilweise, indem wir unsere seit rund zwei Jahren bestehende taktische Übergewichtung im US-Aktienmarkt beenden und die Anlageklasse auf neutral zurückstufen. Die anstehenden US-Zwischenwahlen könnten vorübergehend für stärkere Kursschwankungen sorgen. Investoren dürften neu bewerten, wie sich der politische Kurs rund um künstliche Intelligenz (KI) künftig entwickelt. Wir verstehen diesen Schritt als taktische Risikosteuerung – nicht als grundlegende Änderung unserer konstruktiven Einschätzung zu KI.
Unsere langfristige Überzeugung bleibt unverändert: KI wird ein zentraler Treiber wirtschaftlicher Transformation sein. Höhere Zinsen verstärken die Unterschiede zwischen Unternehmen, die nachhaltig Renditen oberhalb ihrer Kapitalkosten erzielen können, und solchen, die dies nicht vermögen. Deshalb bevorzugen wir weiterhin KI-bezogene Unternehmen und börsennotierte Infrastrukturwerte. Auch unsere Übergewichtung von Schwellenländeraktien behalten wir bei.
Wochenausblick: Inflation, Notenbanken und EU-China-Handel bestimmen den Takt
In dieser Woche stehen in den USA die Verbraucher- und Produzentenpreise im Mittelpunkt. Die Zahlen geben einen ersten Einblick, wie sich die Teuerung im September entwickelt hat. Unseres Erachtens ist insbesondere von Interesse, ob höhere Energiepreise für anhaltenden Preisdruck sorgen. Auch jüngste Änderungen an der Berechnung des PCE-Preisindex, eines wichtigen Inflationsmaßes der Fed, spielen dabei eine Rolle. Die Daten dürften beeinflussen, wie die Märkte den weiteren Zinskurs der Fed und die Entwicklung der Renditen von US-Staatsanleihen einschätzen.
In Europa richtet sich der Blick auf die Industrieproduktion im Euroraum für August und die finalen Inflationsdaten für September. Nach einem Rückgang der Industrieproduktion um 0,1 % im Juli dürfte auch der August-Wert verhalten ausfallen. Die jüngste Schwäche konzentrierte sich allerdings vor allem auf die Automobil- und Pharmaindustrie und erfasste nicht die gesamte Industrie. Ein weiterer gedämpfter Wert wäre daher noch kein klares Signal für eine breit angelegte Abschwächung. Enttäuschend wäre er dennoch, da sich die Stimmungsindikatoren für das verarbeitende Gewerbe zuletzt verbessert hatten.
Die finalen Inflationsdaten für den Euroraum dürften bestätigen, dass die Gesamtinflation im September 3,8 % und die Kerninflation 2,5 % gegenüber dem Vorjahr betrug. Wichtig ist der Blick auf die einzelnen Komponenten. Er dürfte zeigen, ob der erneute Anstieg der Dienstleistungsinflation vor allem auf schwankungsanfällige Preise rund um Reisen zurückzuführen ist oder ob der zugrunde liegende Preisdruck breiter zunimmt. Nach derzeitigem Stand könnte die Gesamtinflation im ersten Quartal 2027 ihren Höchststand erreichen, die Kerninflation im ersten Halbjahr 2027.
Rund um die Jahrestagung von IWF und Weltbank stehen zudem mehrere Reden von Mitgliedern des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) an, darunter Christine Lagarde und Joachim Nagel. Nach dem ausgewogeneren Protokoll der September-Sitzung wird entscheidend sein, wie sich die eher für eine straffe Geldpolitik eintretenden Ratsmitglieder positionieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob höhere langfristige Renditen und strengere Finanzierungsbedingungen die Nachfrage bereits ausreichend dämpfen. Das könnte den Inflationsdruck und damit den Bedarf an weiteren Zinserhöhungen begrenzen. Eine weitere EZB-Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 2,75 % im vierten Quartal erscheint nach wie vor wahrscheinlich.
Auch der Europäische Rat dürfte Aufmerksamkeit erhalten. Im Mittelpunkt stehen die nächsten Schritte in der Handelspolitik zwischen der EU und China. Nach der jüngsten Verständigung in Peking geht es vor allem um chinesische Hybridfahrzeugexporte, einen besseren Zugang europäischer Unternehmen zum chinesischen Markt und einfachere Genehmigungen für chinesische Exporte seltener Erden und Permanentmagnete.
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