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Der Rohölpreis verzeichnete zu Wochenbeginn einen außergewöhnlich starken Preissprung und überschritt die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel (Quelle: Bloomberg, 09.03.2026). Auslöser für den Energiepreisschub sind wachsende Sorgen über Angebotsunterbrechungen und eine Eskalation im Nahen Osten nach Militärschlägen zwischen den USA, Israel und Iran. Mit der Bestätigung einer neuen Führung in Teheran setzt sich der Konflikt fort, bei zunehmenden wechselseitigen Angriffen.
An den Finanzmärkten schlägt sich die komplexe geopolitische Gemengelage in einer spürbaren Eintrübung der Risikobereitschaft nieder. Die Aktienmärkte starteten erneut schwach in die Handelswoche.
Zwei Aspekte stechen derzeit aus Marktsicht heraus: erstens die regionale Differenzierung der Marktreaktionen und zweitens die Neubewertung der geldpolitischen Perspektiven vor dem Hintergrund steigender Energiepreise.
Noch bewegen wir uns nicht in einem Szenario dauerhafter Stagflation – einer Phase schwachen Wachstums bei zugleich erhöhter Inflation. Gleichwohl sind die jüngsten Entwicklungen stark genug, um die zuletzt vorherrschende Markterzählung nachlassender Inflation und sinkender Zinsen in Frage zu stellen. Das „Low Inflation, Low Rates“-Narrativ steht unter Druck.
Regionale Unterschiede: Energieabhängigkeit als Schlüsselfaktor
Der Konflikt im Nahen Osten hatte in der vergangenen Woche sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die globalen Märkte. Besonders stark betroffen waren energieimportierende Regionen. Europa und Teile Asiens sind aufgrund ihrer Abhängigkeit von importiertem Flüssigerdgas (LNG) verwundbarer als die USA, die strukturell von einer höheren Energie‑Selbstversorgung profitieren.
Die unterschiedliche regionale Marktperformance verdeutlicht zudem die strukturellen Unterschiede in den Energiemärkten. Während Öl global relativ flexibel umgeleitet werden kann, ist der LNG‑Markt stark regional geprägt – durch Infrastruktur, Transportkapazitäten und Vertragsstrukturen. Diese Asymmetrie verstärkt die Belastung für Europa und Teile Asiens.
So stiegen die europäischen Erdgaspreise letzte Woche um nahezu 70 %, während US‑Gaspreise lediglich um rund 8 % zulegten. An den Aktienmärkten verlor der S&P 500 zwar rund 2 % - hielt sich damit jedoch deutlich besser als internationale Vergleichsindizes. Der gesamteuropäische Stoxx 600 gab um etwa 5,6% nach, der japanische Topix fiel um rund 6 %. Besonders ausgeprägt war der Einbruch in Südkorea: Der Kospi verlor nahezu 11 % (Quelle: LSEG, 06.03.2026).
Die Marktführung hat sich damit bemerkenswert rasch umgekehrt gegenüber den vorangegangenen Wochen, in denen die Frage „wie disruptiv wirkt die Künstliche Intelligenz (KI)?“ insbesondere US‑Aktien belastet hatte.
Unter der Oberfläche nahm auch am US-Aktienmarkt die Volatilität deutlich zu. Der VIX‑Index, oft als „Angstbarometer“ bezeichnet, erreichte ein Fünfmonatshoch. Neben den geopolitischen Risiken wirkten sich gemischte Konjunkturdaten aus.
Besonders die US‑Arbeitsmarktdaten hatten enttäuscht: Statt eines erwarteten Beschäftigungsaufbaus kam es zu einem Rückgang um 92.000 Stellen. Für sich genommen hätte dies Zinssenkungsspielraum für die US-Notenbank Fed eröffnen können. Allerdings ist ein erheblicher Teil der negativen Überraschung unseres Erachtens auf Streiks im Gesundheitssektor zurückzuführen – einer Branche, die zuvor maßgeblich zu den Beschäftigungszuwächsen beigetragen hatte. Gleichzeitig bleibt das Lohnwachstum mit einer Rückkehr der Kerninflation auf das Fed‑Ziel von 2 % schwer vereinbar.
Geldpolitik unter neuem Vorzeichen: Zinserhöhungen statt Zinssenkungen?
Steigende Energiepreise und damit verbundene Inflationsrisiken haben die zinspolitischen Erwartungen der Marktteilnehmer ohnehin spürbar verschoben – ungeachtet des zähen unterliegenden amerikanischen Lohndrucks. Die Spielräume für Zinssenkungen werden nicht nur zunehmend infrage gestellt, sondern erstmals werden an den Märkten wieder Zinserhöhungen diskutiert. Dies gilt nicht zuletzt für die Europäische Zentralbank (EZB).
Entsprechend kam es zu kräftigen Renditeanstiegen und damit zu Kursverlusten bei Staatsanleihen (Quelle: LSEG, 06.03.2026). Staatspapiere wurden gemeinsam mit Aktien verkauft und widersetzten sich damit ihrer traditionellen Rolle als „sicherer Hafen“ in geopolitischen Krisen. Dies unterstreicht: Staatsanleihen fungieren vor allem dann als Schutz im Portfolio, wenn Wachstumsrisiken dominieren. Angebotsseitige Schocks, die Energiepreise und Versorgungssicherheit betreffen, schwächen die erhofften Diversifikation.
Kurzlaufende Anleihen in Europa reagierten besonders sensibel auf die Neubewertung der Geldpolitik. Zweijährige deutsche Bundesanleihen stiegen um rund 30 Basispunkte auf 2,3 %, zweijährige britische Gilts um etwa 35 Basispunkte auf knapp 3,9 %. Doch auch die langen Laufzeiten zogen kräftig an: Die Rendite zehnjähriger US‑Treasuries stieg um rund 20 Basispunkte – der stärkste Wochenanstieg seit dem Zollschock im April 2025. Zehnjährige Bundesanleihen legten ebenfalls um rund 20 Basispunkte zu, britische Gilts sogar um 40 Basispunkte – der größte Anstieg seit dem „Mini‑Budget“-Ereignis 2022.
Sind geldpolitische Zinserhöhungen nun ausgemachte Sache? Keineswegs, selbst wenn die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts der Fed und EZB angestiegen ist. Solange die Inflationserwartungen verankert bleiben und keine Zweitrundeneffekte über Preise und Löhne entstehen, dürften die Notenbanker durch Energiepreisspitzen hindurchsehen. Jüngste Aussagen der EZB sprechen eher für eine abwartende Haltung als für vorsorgliches Handeln.
Ausblick: Lieferketten und zeitliche Dimension als zentrale Einflussfaktoren
Wie geht es weiter? Entscheidend für die weiteren Auswirkungen des Konflikts auf Wirtschaft und Kapitalmärkte ist nicht allein die absolute Höhe des Energiepreisanstiegs, sondern vor allem dessen Dauer.
Ein anhaltender Ölpreisanstieg auf 100 US-Dollar pro Barrel über sechs Monate könnte unseren Schätzungen zufolge das globale Wachstum um rund 0,5 Prozentpunkte dämpfen und die Inflation um 1 bis 1,25 Prozentpunkte erhöhen – mit Europa als einer besonders anfälligen Region.
Aktuell preisen die Märkte Störungen über Wochen und nicht über Monate ein. Wirtschaftliche und politische Zwänge schaffen Anreize, den Konflikt zeitlich zu begrenzen. Zudem könnten US-Marineeskorten und Versicherungsmechanismen dazu beitragen, eine längerfristige Schließung der Straße von Hormus – dem zentralen Nadelöhr des globalen Energiehandels – zu verhindern.
Die Lage bleibt volatil, die Risiken sind real. Derzeit gibt es jedoch (noch) keine überzeugende Grundlage, sich klar gegen die breiten Marktbewegungen zu positionieren, die widerspiegeln, dass der Schock eher von begrenzter Dauer ist und sich über Wochen, nicht über Monate erstreckt. Ein längerfristiger Angebotsausfall wäre ein grundlegend anderes Szenario – noch sind wir nicht an diesem Punkt.
In der taktischen Positionierung für die nächsten sechs bis zwölf Monate halten wir an der Untergewichtung langfristiger US-Staatsanleihen fest. Regional bevorzugen wir US-amerikanische und japanische Aktien. In Europa sehen wir nach wie vor selektive Chancen in den Bereichen Finanzen, Pharma und Infrastruktur.
Abschließend möchte ich Sie vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen gerne zu unserem Webinar „Under Destruction? Geopolitische Zäsur und Investment-Strategien 2026“ am 12. März um 14.00 Uhr gemeinsam mit Dr. Benedikt Franke, CEO der Münchner Sicherheitskonferenz, einladen. Für weitere Informationen und zur Anmeldung nutzen Sie bitte folgenden Link.
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