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Einführung in Private Equity

Hello, I’m Lynn Baranski, Global Co-Head of BlackRock Private Equity Partners. In private equity, we think beyond the here and now - aiming to generate long-term value for our clients. Here are three ways we seek better outcomes for our sponsor companies and investors. First, we seek to create fundamental, long-term value for investors. This means being part of an active, private equity ownership model that supports companies across various stages of their development in strengthening operations, refining strategy, and investing for sustainable growth - benefiting for owners, employees, communities and investors alike. Second, as Private Equity investors, we also take an active role in driving innovation and growth, including the development and commercialization of AI and new technologies that are changing the world. Third, we aim to help financial advisors and their clients think beyond the current cycle by focusing on differentiated deal origination, disciplined underwriting, thoughtful structuring, and strong alignment—enabling advisors to build stronger, more resilient, long‑term–oriented portfolios.

Lynn Baranski, Global Co-Head von Private Equity Partners, erläutert drei wesentliche Ansätze, mit denen wir im Rahmen unserer Private-Equity-Strategien bessere Ergebnisse für unsere Portfoliounternehmen und Investoren erzielen wollen.

Das Wichtigste

Kapitalanlagerisiko. Der Wert von Anlagen und die daraus erzielten Erträge können sowohl steigen als auch fallen und sind nicht garantiert. Anleger erhalten den ursprünglich angelegten Betrag möglicherweise nicht zurück.

  • Private Equity umfasst Investitionen in Unternehmen, die nicht an öffentlichen Börsen notiert sind oder dort gehandelt werden.
  • Private Equity kann Anlagen in börsennotierte Aktien ergänzen, da es durch eine Illiquiditätsprämie und die Fähigkeiten des Managers höhere Erträge in Aussicht stellt, sowie durch ein breiteres Spektrum an Chancen dazu beiträgt, Portfolios zu diversifizieren.
  • Anlagen in Private Equity sind über eine Reihe von Anlageinstrumenten möglich – von traditionellen privaten Fonds bis zu leichter zugänglichen, börsennotierten oder halbliquiden Strukturen –, die in Unternehmen in verschiedenen Entwicklungsphasen investieren, von Start-ups bis zu etablierten Firmen.

Was ist Private Equity?

Private Equity umfasst Investitionen in nicht börsennotierte Unternehmen, von Start-ups in der Frühphase bis zu etablierten Firmen. Ziel ist, deren Unternehmenswert zu steigern und sie schliesslich mit Gewinn zu verkaufen, entweder an einen anderen privaten oder strategischen Käufer oder im Rahmen eines Börsengangs (IPO).

Private Equity ist eine gängige Möglichkeit, um Zugang zu Privatmärkten zu erhalten, und geht auf die industrielle Revolution zurück.1 Im Laufe der Zeit hat es sich zu einem strategischen Portfoliobestandteil entwickelt, was seine wachsende Bedeutung in langfristigen Anlagestrategien unterstreicht.

1 Quelle: Preqin, ein Teil von BlackRock, Private Equity and Venture Capital, Lektion 4.1: Private Equity & Venture Capital | Preqin AcademyLesson , Stand 30. April 2026.

Wie funktioniert Private Equity?

Die Ziele von in Private-Equity-Anlagen sind einfach: kaufen, den Wert steigern und teurer wieder verkaufen.

Der Private-Equity-Manager, meist als General Partner (GP) oder Lead Sponsor bezeichnet, erwirbt üblicherweise eine Mehrheitsbeteiligung an einem Unternehmen und ist für strategische Veränderungen verantwortlich. GPs fungieren in der Regel als aktive Eigentümer und nehmen Einfluss auf operative Entscheidungen, Kapitalallokation, Führungswechsel sowie die langfristige Planung, um den Unternehmenswert zu steigern.

Private-Equity-Strategien unterscheiden sich je nach Entwicklungsphase des Zielunternehmens, Höhe der Beteiligung oder Kontrolle sowie Investitionszweck.

Die vier Hauptarten sind:

  1. Venture Capital (Risikokapital)
    Venture Capital (VC) konzentriert sich auf Unternehmen in der Frühphase mit hohem Wachstumspotenzial. VC-Investitionen sind üblicherweise Minderheitsbeteiligungen, getätigt über Finanzierungsrunden. Sie können aufgrund der oft noch nicht erprobten Geschäftsmodelle risikoreicher sein. Das Renditepotenzial erfolgreicher Exits kann aber erheblich sein.
  1. Growth Capital (Wachstumskapital)
    Growth Capital, oder Growth Equity, zielt auf Unternehmen ab, die über die Start-up-Phase hinaus sind, aber Kapital benötigen, um ihre Geschäftstätigkeit auszuweiten, neue Märkte zu erschliessen oder ihr Wachstum zu beschleunigen. In der Regel handelt es sich um Minderheitsbeteiligungen, die mit einem geringeren Fremdkapitalanteil (Leverage) finanziert werden als Buyouts. Das Risiko-Ertrags-Profil von Growth Equity liegt zwischen Venture Capital für Unternehmen in der Frühphase und Buyouts bei etablierten Unternehmen.
  1. Buyouts
    Bei Buyouts handelt es sich im Allgemeinen um den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an einem etablierten Unternehmen, oft finanziert durch eine Kombination aus Eigen- und Fremdkapital (Leveraged Buyouts). Ziel ist, durch operative Verbesserungen, strategische Neuausrichtung und schliesslich einen Exit – sei es durch Verkauf oder Börsengang – den Unternehmenswert zu steigern.
  1. Special situation
    Special Situation meint eine Investition in ein etabliertes Unternehmen, das vor operativen, finanziellen oder sonstigen strategischen Herausforderungen steht. In diesen Fällen zielen GPs auf eine Wertsteigerung durch operative Verbesserungen oder finanzielle Restrukturierung ab. Sobald sich die Unternehmensleistung stabilisiert oder verbessert hat, streben sie einen Exit durch Verkauf oder andere Arten der Verwertung an.

Diese vier Phasen spiegeln ein kontinuierliches Risiko-Rendite-Spektrum wider, das es Anlegern ermöglicht, Portfolios passend zu ihren Zielen und ihrer Risikobereitschaft zusammenzustellen.

Abbildung 1: Die vier Arten von Private-Equity-Strategien

Diagramm zum Vergleich der Phasen von Private-Equity-Investitionen (Venture Capital, Growth Capital, Buyouts und Sondersituationen), dargestellt nach Unternehmensreife, Umsatz, Risiko-/Renditeprofil, Cashflow, Haltedauer und Exit-Strategien.

Die Tabelle dient lediglich zur Illustration. Sie ist eine allgemeine Zusammenfassung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wie können Investoren auf Private Equity zugreifen?

Investoren nutzen Private Equity im Allgemeinen auf drei Arten:

  1. Primaries (Primärmarktanlagen)
    Primaries umfassen die Kapitalzusage an einen neu aufgelegten Private-Equity-Fonds, gemanagt von einem GP. Ein Limited Partner (LP) stellt Kapital für einen einzelnen Fonds, manchmal auch einen Dachfonds, bereit, und der GP setzt das Kapital im Laufe der Zeit ein, sobald sich entsprechende Gelegenheiten bieten, und baut schliesslich ein diversifiziertes Portfolio auf.

    Zu Beginn der Investitionsperiode eines Fonds, wenn Kapital investiert und Gebühren gezahlt werden, während die Portfoliounternehmen noch weiterentwickelt werden, können die Anlageerträge negativ sein. Der Netto-Cashflow des Fonds beginnt im Allgemeinen später zu steigen, wenn Investitionen reifen und verkauft werden, was zu Ausschüttungen führt. Dieser Verlauf – von einer anfänglich negativen hin zu einer letztlich positiven Rendite – wird als J-Kurven-Effekt bezeichnet.

  1. Direktinvestitionen und Co-Investments
    Direktinvestitionen umfassen Investitionen in ein nicht börsennotiertes Unternehmen, oft gemeinsam mit einem GP. Wenn ein GP ein Unternehmen erwerben möchte, kann er ausgewählte Partner als Co-Investoren einladen. In manchen Fällen können Investoren auch direkt, ohne Sponsor, in Unternehmen investieren.

    Co-Investments ermöglichen es Anlegern, als Miteigentümer an einem bestimmten Unternehmen zu partizipieren. Da das Kapital in eine konkrete Investition und nicht in einen abstrakten Pool künftiger Gelegenheiten fliesst, ermöglichen Co-Investments in der Regel einen schnelleren Marktzugang als Primaries und können helfen, die Anfangsphase der J-Kurve abzumildern. Sie können auch die Transparenz verbessern und einen zweistufigen Due-Diligence-Ansatz bieten, zunächst durch den GP und dann durch den Co-Investor. Zudem sind die Gebühren oft niedriger als bei traditionellen Private-Equity-Fonds.

    Co-Investments erfordern jedoch erhebliche Underwriting-Expertise und interne Ressourcen zur Bewertung potenzieller Möglichkeiten. Sie bergen auch ein höheres Konzentrationsrisiko, da es nur um ein einzelnes Unternehmen statt um ein diversifiziertes Portfolio geht, und ein Ausführungsrisiko, da nicht alle Transaktionen letztendlich abgeschlossen werden.

  1. Secondaries (Sekundärmarktanlagen)
    Secondaries umfassen den Kauf bestehender Anteile an Private-Equity-Fonds oder Direktinvestitionen. Dabei erwerben Investoren die Fondsanteile bestehender Limited Partner, die vor dem planmässigen Ende der Fondslaufzeit Liquidität benötigen.

    Anteile an Secondaries werden oft mit einem Abschlag auf den Nettoinventarwert (NAV) gekauft, im Allgemeinen nicht aufgrund einer Wertminderung der zugrunde liegenden Investitionen, sondern aufgrund der Illiquidität der LP-Anteile und weil der Verkäufer Kapital früher als ursprünglich geplant zurückerhalten möchte.

    Secondaries ermöglichen ein unmittelbareres Engagement bei den zugrunde liegenden Portfoliounternehmen und können die Auswirkungen der J-Kurve abmildern, indem sie Zugang zu Investitionen bieten, die näher an der Realisierung oder dem Exit stehen.

Abbildung 2: Bausteine von Anlagen in Private Equity

Diagramm mit den drei wichtigsten Arten von Private-Equity-Investitionen (Primaries, Co-Investments und Secondaries), inklusive Vergleich von Kapitalallokation, Diversifikation, Renditeprofilen und Investitionseigenschaften.

Die Angaben dienen lediglich zur Illustration und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. BlackRock, Stand 30. April 2026.

Warum in Private Equity investieren?

  1. Chancenvielfalt
    Private Equity eröffnet Investoren Zugang zu Anlagechancen, die über das Angebot der öffentlichen Aktienmärkte hinausgehen. In den USA sind die öffentlichen Märkte geschrumpft, da die Anzahl börsennotierter Unternehmen zurückgegangen ist; die Anzahl nicht börsennotierter Unternehmen ist hingegen gestiegen.2 Privatunternehmen machen hier 80% aller Unternehmen mit einem Umsatz von über 100 Millionen US-Dollar aus, börsennotierte Unternehmen nur 20%.3

Abbildung 3: Öffentliche Märkte in den USA geschrumpft, Privatmärkte gewachsen2

Liniendiagramm zeigt, dass die Anzahl privater Unternehmen in den USA seit 1988 um rund 29 % gestiegen ist, während die Anzahl börsenkotierter Unternehmen im gleichen Zeitraum um rund 32 % gesunken ist.

2 Quelle: US Census Bureau – Center for Economic Studies, Business Dynamics Statistics (2022) und Datenbank der World Federation of Exchanges (weitere Informationen siehe Wichtige Hinweise), jeweils neueste Daten von 2022, abgerufen am 2. April 2025. Die Grafik zeigt das Wachstum oder den Rückgang börsennotierter wie nicht börsennotierter Unternehmen in den USA von 1988 bis 2022. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. 3 Quelle: S&P Capital IQ, BlackRock. Anzahl globaler Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 100 Millionen US-Dollar. Aktuellste verfügbare Daten Stand 22. April 2026.

  1. Aussicht auf attraktive absolute und relative Erträge
    Private-Equity-Investoren wollen den Ertrag steigern, indem sie die Strategie eines Unternehmens über längere Zeit beeinflussen. Nach dem Erwerb eines Unternehmens können Verbesserungen vorgenommen werden, um seinen Wert vor dem Exit zu steigern – die Managerkompetenz ist also wesentlich. Darüber hinaus sind nicht börsennotierte Unternehmen oft kleiner und bereits früher in ihrem Wachstumszyklus zugänglich, was die absoluten Erträge steigern kann.
  1. Niedrigere relative Volatilität
    Private Equity ist im Vergleich zu börsennotierten Aktien langfristig eher weniger volatil, da die Bewertungen nicht börsennotierter Unternehmen im Allgemeinen weniger stark von der kurzfristigen Marktstimmung abhängen. Sponsoren investieren oft mit längeren Haltedauern und Zeithorizonten, sodass es weniger notwendig ist, bei Marktvolatilität zu verkaufen oder sich auf Quartalsergebnisse zu stützen.

Welche Risiken birgt Private Equity?

Wie Aktien bergen Anlagen in Private Equity Markt- und operative Risiken. Hinzu kommen spezifische Risiken, darunter die Illiquidität der zugrunde liegenden Vermögenswerte, begrenzte regulatorische Aufsicht und weniger Berichtspflichten im Vergleich zu börsennotierten Unternehmen. Als Ausgleich für diese höheren Risiken erwarten Private-Equity-Investoren auch höhere Erträge..

Private Equity bietet Zugang zu einem breiten und wachsenden Anlageuniversum abseits öffentlicher Märkte mit der Aussicht auf höhere Erträge durch aktive Eigentümerschaft und Managementkompetenz. Die Anlagen müssen zwar langfristiger sein und sind illiquider und komplexer, boten in der Vergangenheit aber auch Diversifikationsvorteile und attraktive risikoadjustierte Erträge. Für Anleger, die zu Kompromissen bereit sind, kann Private Equity eine wirkungsvolle Ergänzung zu börsennotierten Aktien in einem diversifizierten Portfolio darstellen.