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Umfrage zur Altersvorsorge 2025

Frauen und Ruhestand: Warum es eine Vorsorgelücke gibt

Fortschritte, Potenziale und der Weg in die Zukunft: Wie gut sind Frauen in Deutschland finanziell auf den Ruhestand vorbereitet? Antworten aus der BlackRock Umfrage zur Altersvorsorge 20251

Das Wichtigste in Kürze.

  • Der Gender Pension Gap, also der Unterschied zwischen den Renten von Männern und Frauen, lag in Deutschland 2025 bei 24 % – ohne Hinterbliebenenrenten sogar bei 36 %.2
  • 80 % der befragten Frauen gehen davon aus, im Ruhestand finanziell nicht gut versorgt zu sein.
  • 45 % der befragten Frauen arbeiten in Teilzeit, von den Männern nur 13 %.3
  • Nur 28 % der Frauen schätzen sich selbst als finanziell erfahren ein – und investieren seltener am Kapitalmarkt als Männer.

Wie steht es um die Altersvorsorge von Frauen in Deutschland?

Frauen in Deutschland beziehen nach wie vor im Durchschnitt weniger Rente als Männer: Laut Statistischem Bundesamt lag der Gender Pension Gap 2025 bei 24 %, ohne Hinterbliebenenrenten sogar bei 36 %.4 Konkret bedeutet das: Frauen erhalten im Durchschnitt für jeden Euro, den Männer im Ruhestand beziehen, nur 64 Cent an eigenen Renten. Die Gründe sind meist struktureller Natur – Teilzeit, Erwerbsunterbrechungen und in der Regel niedrigere Einkommen – der Gender Pay Gap liegt aktuell bei 16 %.5 In unserer Umfrage zur Altersvorsorge1 kamen 2.200 Erwerbstätige in Deutschland zu Wort. Hier finden Sie einen Auszug der Ergebnisse mit Fokus auf die Situation von Frauen.

Wie zuversichtlich blicken Frauen auf ihren Ruhestand?

Laut der Studie sorgen sich Frauen deutlich häufiger um ihre finanzielle Situation im Ruhestand als Männer. Dabei gilt ihre größte Sorge der Lebensqualität im Alter – noch vor wirtschaftlichen oder geopolitischen Bedenken.

80%
der Frauen gehen davon aus, im Ruhestand finanziell nicht gut versorgt zu sein

80% der Frauen gehen davon aus, im Ruhestand finanziell nicht gut versorgt zu sein

86%
der Frauen kurz vor der Rente erwarten, im Ruhestand finanziell nicht gut versorgt zu sein

86 % der Frauen kurz vor dem Rentenalter gehen davon aus, im Ruhestand finanziell nicht gut versorgt zu sein

38%
der berufstätigen Frauen fühlen sich ausreichend auf den Ruhestand vorbereitet

38 % der berufstätigen Frauen fühlen sich ausreichend auf den Ruhestand vorbereitet

Gemäß der Umfrage sehen 60 % der erwerbstätigen Frauen die Rente als einzige Möglichkeit, sich einen angemessenen Lebensstandard im Alter zu sichern. Allerdings zahlen 46 % der befragten erwerbstätigen Frauen nur in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ein, das heißt, über die Hälfte nimmt die meist freiwillige Altersvorsorge für die betriebliche oder private Rentenversicherung nicht wahr. Unsere Studie zeigt außerdem, dass über die Hälfte der befragten Frauen kaum oder keine eigenen Ersparnisse hat, was ihre Möglichkeiten, für die Rente zu sparen, begrenzt.

Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit – was heißt das für die Rente?

Visualisierung zur Auswertung wieviele Frauen bzw. wieviele Männer in Teilzeit arbeiten.

Quelle: BlackRock Umfrage zur Altersvorsorge 2025. 

Fast die Hälfte (45 %) der befragten Frauen arbeitet in Teilzeit – von den Männern nur 13 %.3 Frauen in Teilzeitbeschäftigung sind sich der Folgen für die Rente bewusst: Nur 27 % sind zuversichtlich, im Ruhestand ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben – gegenüber 43 % der vollzeitbeschäftigten Frauen.

Wie gut fühlen sich Frauen zur Altersvorsorge informiert?

Visualisierung zum Verständnis von Altersvorsorge

Quelle: BlackRock Umfrage zur Altersvorsorge 2025. 

Die Informationsdefizite bei Frauen sind größer als bei Männern: Nur 57 % geben in der Umfrage an, die unterschiedlichen Altersvorsorgeoptionen zu verstehen – aber 69 % der Männer. Wie viel Vermögen sie für den Ruhestand benötigen, kann sogar nur gut ein Drittel der Frauen beziffern – aber über die Hälfte der Männer –, und neun von zehn Frauen wünschen sich mehr Unterstützung zu Vorsorgethemen. Nur 28 % schätzen sich selbst als finanziell erfahren ein – und investieren seltener am Kapitalmarkt als Männer. Selbst unter den ganz jungen Frauen der Generation Z, wo das Lohngefälle am geringsten ist, halten nur 19 % ETF-Produkte, gegenüber 37 % der gleichaltrigen Männer.

Wie lässt sich die Altersvorsorge von Frauen verbessern?

Frauen stehen bei der Altersvorsorge vor strukturellen Hürden – nicht wegen mangelnder Finanzkompetenz, sondern vor allem weil ihre Lebens- und Erwerbsbiografien unzureichend berücksichtigt werden. Damit sich das ändert, braucht es innovative Lösungen und gezieltere Informationen.

Inklusive Produktgestaltung

Altersvorsorgeprodukte orientieren sich immer noch am Modell durchgehender Vollzeiterwerbstätigkeit – das entspricht der Realität vieler Frauen nicht.

Zielgruppenorientierte Kommunikation

Auch die Art der Informationsaufbereitung wird den Bedürfnissen von Frauen häufig nicht gerecht. Eine passgenaue Kommunikation ist entscheidend.

Zugang zum Kapitalmarkt öffnen

Um Vertrauen ins Investieren zu schaffen, braucht es gezielte Information und gut zugängliche Produkte. Das neue Altersvorsorgedepot könnte ein wichtiger Schritt sein.

Häufige Fragen zu Frauen und Altersvorsorge

  • Der Gender Pension Gap bezeichnet den Abstand zwischen den durchschnittlichen Renten von Männern und Frauen. In Deutschland lag er laut Statistischem Bundesamt 2025 bei 24 %; ohne Hinterbliebenenrenten sogar bei 36 %.2 Das bedeutet: Frauen erhalten im Durchschnitt für jeden Euro, den Männer im Ruhestand beziehen, nur 64 Cent an eigenen Renten.

  • Die Gründe sind meist struktureller Natur: Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit oder haben Unterbrechungen in ihren Erwerbsbiografien. Hinzu kommt der Gender Pay Gap, der 2025 in Deutschland bei 16 % lag.5 Ein niedrigeres Einkommen bedeutet geringere Einzahlungen in die Rentenkasse und weniger Spielraum für private oder betriebliche Vorsorge.

  • Laut Studie gehen 80 % der Frauen davon aus, im Ruhestand finanziell nicht gut versorgt zu sein. Kurz vor dem Rentenalter steigt dieser Anteil auf 86 %. Ausreichend auf den Ruhestand vorbereitet, fühlt sich nur etwas mehr als ein Drittel (38 %) der Frauen.

  • Nur 28 % der befragten Frauen schätzen sich laut der Umfrage selbst als finanziell erfahren ein. Das könnte ein Grund sein, warum sie für ihre private Altersvorsorge seltener ETFs und Investmentfonds nutzen als Männer. Selbst unter den jungen Frauen der Generation Z halten nur 19 % ETF-Produkte zur Altersvorsorge – gegenüber 37 % der gleichaltrigen Männer.

Quellen
1
 Quelle: Wenn nicht anders angegeben, stammen die Daten aus der BlackRock Umfrage zur Altersvorsorge 2025. Befragt wurden 2.200 Erwerbstätige in Deutschland, Befragungszeitraum 18. Juli–12. August 2025 von Illuminas im Auftrag von BlackRock.
2 Quelle: Destatis, Gender Pension Gap, Statistisches Bundesamt, zugegriffen am 7.7.2026. Definition: „Der Gender Pension Gap wird auch als ‚geschlechtsspezifische Altersvorsorgelücke‘ oder ‚Rentenlücke‘ bezeichnet. Der Indikator beschreibt den relativen Unterschied der Alterssicherungseinkommen von Männern und Frauen ab 65 Jahren. Er gibt an, um wie viel Prozent die durchschnittlichen Alters­einkünfte von Frauen höher (negativer Wert) oder niedriger (positiver Wert) sind als die von Männern.“
3 Die Zahlen aus der BlackRock Umfrage zur Altersvorsorge 2025 sind fast gleichauf mit denen des Statistischen Bundesamts, das angibt, dass 48,9 % der Frauen und 12,2 % der Männer 2025 in Teilzeit arbeiteten, Quelle: Destatis, Teilzeitquote nach Geschlecht in der Altersgruppe 15 bis unter 65 Jahren, zugegriffen am 7.7.2026.
4 Quelle: Destatis, Gender Pension Gap, Statistisches Bundesamt, zugegriffen am 7.7.2026, Daten für 2025.
5 Quelle: Destatis, Gender Pay Gap 2025 unverändert bei 16 %, Statistisches Bundesamt, zugegriffen am 7.7.2026, Daten für 2025. Definition: Der Gender Pay Gap beschreibt den Verdienstabstand pro Stunde zwischen Frauen und Männern. 16 % bezieht sich auf den unbereinigten Gender Pay Gap.