Diese Umfrage* wurde zwischen November 2019 und Januar 2020 mit 26'814 Befragten in 18 Ländern durchgeführt. Die COVID-19-Krise hat einige der ausgemachten Trends noch verschärft sowie die Erkenntnisse über die Beziehung der Menschen zu Geld verstärkt.
Unser Bericht zeigt auf, dass die Chancen für nachhaltige Anlagen sowohl für Investoren als auch für Nicht-Investoren klar ersichtlich sind.
79% der Anleger, mit denen wir in der Schweiz gesprochen haben, sind der Meinung, es sei wichtig, mit den eigenen Investitionen einen positiven Einfluss auszuüben.
77% der Investoren wären bereit, auf nachhaltige Anlagen umzusteigen, falls alle anderen Faktoren unverändert blieben (z.B. Gebühren, Rendite).
48% würden gerne in einen Trend investieren, der mit ihren persönlichen Werten übereinstimmt. Wichtig ist aber auch, dass dieser Trend das grösste Potenzial für gute finanzielle Erträge aufweist (30%)
Nachhaltig investieren bringt uns allen etwas. Deshalb müssen diese Anlagemöglichkeiten bekannter gemacht werden. 70% der Befragten, für die nachhaltige Anlagen noch kein Begriff sind, wollen mehr darüber erfahren.
• Nur 15% sind mit dem Begriff ‚nachhaltiges Investieren‘ vertraut.
• Mehr als ein Drittel der Nicht- Anleger(38%) kann sich nichts konkret darunter vorstellen
• Nur etwas mehr als die Hälfte der Anleger ist mit nachhaltigen Investments vertraut.
Leider sind Vorurteile oft schwer auszuräumen. Von 2009 bis 2019 legten nachhaltige Investmentfonds um das Zehnfache zu, von 6,3 Mrd. auf 63,2 Mrd. Euro. Dennoch halten sich viele aktive Anleger zurück. Warum?
Ein Grund: mehr als zwei Drittel (69%) der Anleger wissen nicht, wie Nachhaltigkeit gemessen wird. Trotzdem würden 41% für nachhaltige Investments sogar zusätzliche Gebühren in Kauf nehmen.
Um nachhaltige Anlagen zu fördern, müssen wir deren Bekanntheitsgrad weiter erhöhen. Aktuell geben 84% der befragten Schweizerinnen und Schweizer an, dass sie über die Möglichkeit des nachhaltigen Anlegens grundsätzlich Bescheid wissen.
Mangelndes Wissen führt oft zu Missverständnissen. Über die Hälfte der Menschen auf der ganzen Welt sind der Meinung, dass nachhaltige Anlagen höhere Kosten (52%), ein höheres Risiko (43%) und Ertragseinbussen (49%) mit sich bringen.
Viele Menschen sind sich zudem nicht bewusst, wie Nachhaltigkeit gemessen wird (63%). Dies gilt für alle Altersgruppen, Regionen und Investoren im Vergleich zu Nicht-Investoren.
Der Status quo und die alten Finanzsysteme halten neue Investoren fern. Als Industrie können wir daran arbeiten, mehr im Einklang mit der Gesellschaft zu stehen. Je mehr Hindernisse wir beseitigen, desto mehr Finanzzukunft können wir aufbauen.
Das Verhältnis der Menschen zu Geld ist kompliziert. Geld ist etwas, worüber viele nur ungern sprechen. Wir müssen den Menschen Sicherheit vermitteln und ihnen helfen, sich in Geldfragen wohl zu fühlen. Das schaffen wir, indem wir offen, vertrauensvoll und integrativ kommunizieren. Auf diese Weise steigern wir das finanzielle Wohlbefinden jedes Einzelnen.
Für die meisten Menschen ist Technologie hilfreich im Umgang mit Geld. Wir haben festgestellt, dass Anlegerinnen und Anleger zunehmend auf die Technologie setzen: Sie sehen den einfachen Zugang, die Bequemlichkeit, Klarheit und tiefe Kosten als Schlüsselvorteile.
Wenn es um den Umgang mit Geld geht, sind menschliche Kompetenz und Interaktion nach wie vor wichtig. 58% der Befragten geben an, dass sie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Technologie und Mensch bevorzugen, und 32% der Anleger empfehlen Nicht-Investoren, eine erste Investition bei einem vertrauenswürdigen Berater zu tätigen.
Technologie ist also eine grossartige Unterstützung sowohl für Anleger wie auch für Berater. Dank der Technologie steigt im Idealfall das Vertrauen und die Transparenz zwischen Beratern und ihren Kunden. Ihre Bindung wird enger.
Wir haben die Menschen gefragt, was ihnen geholfen hätte, sich bei früheren finanziellen Entscheidungen besser zu fühlen. Sie erwähnten gleich mehrere technische Möglichkeiten:
Der Ruhestand hat eine neue Bedeutung bekommen. Vor COVID-19 war die Pensionierung einfach das Ende der Erwerbsarbeit. Nach COVID bedeutet es vermehrt, dass man trotz Ruhestand teilweise weiterarbeitet.
Obwohl es in den meisten Fällen nicht am fehlenden Geld liegt, zögern viele Anleger ihre Pensionierung hinaus. Sie scheuen sich davor, in die nächste Lebensphase zu treten, ohne ein stabiles Einkommen zu haben. Daher setzen sie vermehrt auf flexibles Arbeiten oder gründen ihr eigenes Unternehmen.
Auch wenn viele Menschen mit dem Sparen begonnen haben, fühlen sie sich weder sicher noch gut gerüstet. Eine gründliche Vorbereitung auf die Pensionierung – insbesondere in finanzieller Hinsicht – wirkt sich jedoch positiv auf den Seelenfrieden aus.
Wir müssen die Dringlichkeit des Themas aufrechterhalten. Ziel sollte es sein, dass die Menschen vorsorgen. Damit sichern sie sich ab, wenn sie älter sind. Auch wenn viele Menschen wissen, dass ihre Vorsorgegelder nicht ihre einzige Einkommensquelle sein werden, sollte sie dieses Wissen nicht davon abhalten, zusätzlich in ihre Rente zu investieren.
Durch "60 Second Docs Wealth" zeigen wir Erfolgsgeschichten. Sehen Sie, wie noch mehr Menschen finanzielles Wohlergehen erreichen können.