BlackRock Investment Institute
25. September 2017

BlackRock unterstützt Menschen rund um den Globus sowie die weltgrößten Institutionen und Regierungen bei der Erreichung ihrer finanziellen Ziele.
Wir bieten eine umfangreiche Palette an innovativen Lösungen, darunter Anlagefonds, Separately Managed Accounts (SMA), alternative Investments und iShares® ETFs. Wir arbeiten ausschließlich für unsere Kunden, die uns mit der Verwaltung von 6,84 Billionen USD* betraut haben und uns damit mehr Geld anvertrauen als allen anderen Investmentgesellschaften weltweit.

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*Verwaltetes Vermögen zum 30. Juni 2019

In Kürze:

  • Merkel gewinnt vierte Amtszeit, aber die Koalitionsgespräche werden schwierig; Union und SPD mit den schlechtesten Ergebnissen seit den 1940ern
  • Das Ergebnis dürfte eine deutsch-französische Neubelebung der europäischen Integration verlangsamen
  • Der Posten des Finanzministers könnte ein Kernelement in den Koalitionsgesprächen werden; er dürfteauch für die Zukunft der Eurozone sehr wichtig sein

Die Ergebnisse

Die CDU von Angela Merkel und ihre Schwesterpartei CSU haben die deutsche Bundestagswahl gewonnen, stehen aber nun vor ausgedehnten Koalitionsverhandlungen und einem zerstrittenen Parlament. Merkels CDU und ihre Schwesterpartei CSU erhielten rund ein Drittel der Stimmen, das schlechteste Ergebnis der Union seit 1949. Merkels bisheriger Juniorpartner, die SPD, kündigte den Gang in die Opposition an, nachdem mit rund einem Fünftel der Stimmen ebenfalls das schlechteste Ergebnis seit den 1940er Jahren eingefahren worden war. Im Moment läßt dies Merkel nur eine Option, nämlich eine Dreiparteienkoalition mit der wirtschaftsfreundlichen FDP und den Grünen – Parteien, die sich in Kernthemen wie Klima, Migration oder europäische Integration geradezu diametral entgegenstehen. 

Eine große Frage besteht darin, ob sich die Führung des Finanzministeriums ändern könnte. Könnte eventuell ein Angebot Merkels, diese mächtige Position abzugeben, die SPD noch einmal an den Verhandlungstisch zurückbringen? Eine derartige Wendung könnte Deutschlands Position gegenüber der europäischen Peripherie milder und die staatliche Ausgabenpolitik weniger rigide gestalten.

Mögliche Implikationen für Märkte und europäische Integration

Nach unserem Dafürhalten dürfte der Ausgang der Bundestagswahl in der kurzen Frist nur einen moderaten Einfluss auf die Finanzmärkte haben. Er dürfte jedoch Bemühungen, die Eurozone weiter zu stärken, eher bremsen und den deutsch-französischen Motor der europäischen Integration verlangsamen. Das Ergebnis zeigt, dass euroskeptische Ansichten weit verbreitet sind, ablesbar in dem unerwartet starken Abschneiden der AfD mit rund 13%.

Die deutsch-französische Zusammenarbeit hat mit der Wahl des neuen Präsidenten Emmanuel Macron eine Wiederbelebung erfahren. Berlin signalisierte vorsichtige Offenheit für Macrons Vorschlag eines zentralisierten europäischen Finanzministeriums und unterstützte die Idee, den Krisenfonds ESM in einen Europäischen Währungsfonds mit Zusammenführung finanzieller Ressourcen auszubauen. Deutschland hat bisher stets die Ausgabe gemeinschaftlich garantierter Anleihen abgelehnt. Deutschlands stark zersplittertes Parlament könnte Merkel jetzt vorsichtiger in der Unterstützung pro-europäischer Initiativen werden lassen. Zusätzlich könnte die gute Wirtschaftslage in der Eurozone den Appetit auf größere Strukturreformen dämpfen. Zudem könnte die italienische Parlamentswahl im nächsten Frühling in einem Patt enden, was die Aussicht auf Reformen noch weiter verschlechtern würde.

Auch eine Einbindung der FDP könnte die Pläne für tiefere europäische Integration begrenzen. Die FDP würde sich vermutlich schwer tun, einem europäischen Finanzminister zuzustimmen und favorisiert einen stärkeren Fokus auf fiskalische Regeln, etwa bezüglich der Budgetdefizite. Allerdings dürfte Merkel als Seniorpartner in der Koalition immer noch Verhandlungsspielraum für tiefere Integration haben. Die FDP wird vermutlich Themen wie Steuererleichterungen und Deregulierung besetzen, was für deutsche Aktien positiv sein könnte. Außerdem dürfte die FDP auf stärkere Einwanderungsregeln dringen.

Abschließende Betrachtung

Wir bleiben vor dem Hintergrund eines sehr robusten Wachstumsumfeldes dennoch bei unserer Vorliebe für europäische Aktien- gegenüber europäischen Rentenmärkten. Gerade Unternehmen, deren Kosten vor allem in Übersee anfallen, profitieren kurzfristig vom starken Euro. Gleichzeitig sehen wir jedoch beim Euro-Dollar-Wechselkurs die Chance einer leichten Gegenbewegung in den nächsten Wochen – insbesondere vor dem Hintergrund bevorstehender geldpolitischer Straffungsmaßnahmen seitens der US-Notenbank, der Fed. Die Kerninflation in der Eurozone dürfte auf absehbare Zeit niedrig bleiben, sodass die EZB unter dem Strich weiter akkommodierend tätig bleiben sollte.   

Mit aktiv gemanagten Fonds und ETFs in Europa investieren

Sie möchten in europäische Unternehmen investieren? Dann bietet sich ein Investment in einen unserer Aktien-Fonds auf europäische Aktien an. Ihnen schwebt ein gezieltes Investment in deutsche Aktien vor? Dann könnten iShares ETFs, die einen Index, zum Beispiel den DAX abbilden, eine Lösung bieten. Bitte beachten Sie: Eine Finanzanlage ist typischerweise mit gewissen Risiken verbunden. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält. Die Diversifizierung und Portfoliostrukturierung schützt Anleger möglicherweise nicht völlig vor Marktrisiken.

*BlackRock ist der führende ETF-Anbieter weltweit mit weltweit mehr als 800 ETFs (Stand: 30. Juni 2018). Keinem anderen Vermögensverwalter weltweit wird mehr Geld anvertraut als BlackRock mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 6,3 Billionen US-Dollar (BlackRock, Stand: 30. Juni 2018).

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Eine Finanzanlage ist typischerweise mit gewissen Risiken verbunden. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Eine mögliche Kaufentscheidung darf ausschließlich auf Basis der Informationen getroffen werden, die der aktuelle Verkaufsprospekt, die vereinfachten Prospekte und/oder wesentlichen Anlegerinformationen, der Jahres- und Halbjahresbericht zur Verfügung stellen. Die Dokumente in deutscher Sprache zu den einzelnen Fonds finden Sie unter den angegebenen Links und hier.