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BlackRock Aktuell

Bleiben Sie informiert: Dr. Martin Lück blickt jede Woche auf die Märkte. Lesen Sie außerdem die Einschätzungen weiterer Experten des BlackRock Investment Institute.

Wöchentlicher Marktausblick

Fed-Protokoll mit Nachwirkung

von Dr. Martin Lück
Leiter Kapitalmarktstrategie BlackRock

18. Januar 2022

  • Märkte reagieren verunsichert auf die Ankündigung strafferer Geldpolitik
  • Ende der Fahnenstange? Inflation in den USA am 40-Jahres-Hoch
  • Die Omikron-Wand: Drohkulisse oder Hoffnungsschimmer?


Globaler Anlageausblick 2022

Entdecken Sie die Einschätzungen aus dem BlackRock Investment Institute zur Weltwirtschaft und Märkten im Jahr 2022.
Globaler Anlageausblick 2022

Aktuelle Markteinschätzungen

Aktien

Neutral

Wir bleiben strategisch bei Aktien übergewichtet. Die Kombination aus niedrigen Realzinsen, starkem Wachstum und angemessenen Bewertungen finden wir günstig für diese Anlageklasse. Das Einbeziehen des Klimawandels in unsere Renditeerwartungen macht Industrieländeraktien attraktiver angesichts eines hohen Anteils von Sektoren wie Technologie und Gesundheit in den Benchmark-Indizes. Aus taktischer Sicht gewichten wir Aktien aufgrund solider Wirtschaftsdaten und historisch niedriger Realzinsen über.

Unternehmensanleihen

Untergewichtet

In unseren strategischen Portfolios sind Unternehmensanleihen wegen ihrer hohen Bewertungen weiter untergewichtet. Für Risikopositionen bevorzugen wir stattdessen Aktien. Taktisch gesehen sind wir wegen der niedrigen Spreads neutral aufgestellt und bevorzugen Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern vor Hochzinsanleihen.

Staatsanleihen

Untergewichtet

Nominale Staatsanleihen gewichten wir bei unseren strategischen Allokationen unter, denn bei Renditen nahe ihrer Untergrenze eignen sie sich nur noch bedingt als Basisinvestments. Bei der Untergewichtung von nominalen Staatsanleihen aus Industrieländern bevorzugen wir kürzere Laufzeiten. Die steigende Verschuldung könnte schließlich für das Niedrigzinsregime zum Problem werden. Wir bevorzugen folglich inflationsgeschützte Anleihen. Aus taktischer Sicht halten wir unsere deutliche Untergewichtung von US-Treasuries aufrecht, da wir wegen des Taperings der Fed mit steigenden Renditen und Zinsen rechnen. Im Zinssegment bevorzugen wir Inflationsanleihen nicht zuletzt aus Diversifizierungsgründen.

Cash

Neutral

Wir sind neutral und damit nur moderat risikofreudig. Wir halten etwas Bargeld, um bei etwaigen Marktturbulenzen potenziell weiter in Risikoanlagen investieren zu können.

Aktien

  • USA

    von "Neutral" auf "Übergewichtet" gestuft
    Übergewichtet

    Aufgrund der nach wie vor starken Gewinndynamik sind wir bei US-Aktien übergewichtet. Von einer allmählich normalisierten Geldpolitik dürfte kein nennenswerter Gegenwind ausgehen.

  • Europa

    von "neutral" auf "übergewichtet" gestuft
    Übergewichtet

    Wir bleiben bei europäischen Aktien wegen ihrer attraktiven Bewertungen leicht übergewichtet. Der Anstieg der Corona-Infektionen kann den Neustart zwar verlangsamen, aber nicht zum Erliegen bringen.

  • Japan

    von "Übergewichtet" auf "Untergewichtet" gestuft
    Übergewichtet

    Aktien aus Japan gewichten wir leicht über. Eine weltweite Konjunkturerholung sollte das Gewinnwachstum nach der schwachen Entwicklung im Jahr 2021 ankurbeln.

  • Schwellenländer

    von "Übergewichtet" auf "Übergewichtet" gestuft
    Neutral

    Wir gewichten Schwellenländeraktien neutral und bevorzugen Industrieländeraktien wegen des schwächeren Neustarts und der restriktiveren Geldpolitik in den Schwellenländern.

  • Asia-ex-Japan

    von "Neutral" auf "Übergewichtet" gestuft
    Neutral

    Bei Aktien aus Asien ohne Japan sind wir neutral positioniert. Wir bevorzugen ein differenzierteres Engagement in China als in der gesamten Region.

  • UK

    von "Neutral" auf "Übergewichtet" gestuft
    Neutral

    Bei britischen Aktien sind wir neutral positioniert. Unseres Erachtens ist der Markt fair bewertet, weshalb wir europäische Aktien bevorzugen.

Anleihen

  • US-Staatsanleihen

    von "Übergewichtet" auf "Untergewichtet" gestuft
    Untergewichtet

    US-Staatsanleihen haben wir vor allem aufgrund der wirtschaftlichen Fundamentaldaten und Bewertungen untergewichtet. Die Renditen könnten steigen, wenn die Fed mit dem Tapering beginnt und anschließend die Zinsen anhebt

  • Deutsche Bundesanleihen

    von "Untergewichtet" auf "neutral" gestuft
    Neutral

    Wir sind neutral gegenüber Bundesanleihen. Obwohl die EZB angesichts der Inflationsdynamik in diesem Jahr mit dem Tapering beginnen könnte, sehen wir auf kurze Sicht wenig Spielraum für eine substanzielle Änderung der Politik.

  • Staatsanleihen des Euroraums

    von "Untergewichtet" auf "Untergewichtet" gestuft
    Untergewichtet

    Wir stufen europäische Staatsanleihen auf untergewichtet herab, denn wir erwarten steigende Renditen. Die aktuellen Marktpreise deuten darauf hin, dass sich die Geldpolitik in den nächsten Jahren nicht grundlegend ändern wird.

  • Chinesische Staatsanleihen

    von "Deutlich untergewichtet" auf "neutral" gestuft
    Übergewichtet

    Wir haben chinesische Staatsanleihen übergewichtet. Eine möglicherweise lockerere Geldpolitik, die relativ stabilen Zinsen und ihr Ertragspotenzial machen sie attraktiver.

  • Globale Investment-Grade-Anleihen

    von "Deutlich untergewichtet" auf "neutral" gestuft
    Untergewichtet

    Investment-Grade-Unternehmensanleihen bleiben untergewichtet. Wir sehen wenig Spielraum für eine weitere SpreadVerengung, und das Zinsrisiko macht uns weiter Sorgen.

  • Globale Hochzinsanleihen

    von "Übergewichtet" auf "Deutlich Übergewichtet" gestuft
    Neutral

    Gegenüber Hochzinsanleihen sind wir neutral eingestellt. Wir erwarten zwar keine Spread-Verengung, finden den Carry aber unverändert attraktiv. Wir ziehen ein Engagement in Aktien vor.

  • Schwellenländer – Hartwährung

    weiterhin auf "Übergewichtet" gestuft
    Neutral

    Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern haben wir neutral gewichtet. Sie dürften vom globalen Neustart, beflügelt durch Impfungen, und einer berechenbareren USHandelspolitik profitieren.

  • Schwellenländer – lokale Währung

    von "Neutral" auf "Untergewichtet"
    Übergewichtet

    Wegen attraktiver Bewertungen und ihres Ertragspotenzials gewichten wir Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern moderat über. Die straffere Geldpolitik in Schwellenländern spiegelt sich bereits in höheren Renditen wider.

  • Anleihen aus Asien

    von "Übergewichtet" auf "Übergewichtet"
    Übergewichtet

    Wir bleiben bei asiatischen Anleihen übergewichtet. Die Bewertungen in China sind gemessen an den Risiken attraktiv. Außerhalb Chinas bevorzugen wir asiatische Staats- und Unternehmensanleihen wegen ihrer Erträge und ihres Carry.

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