Schwellenländer: Worauf ist Verlass?

BlackRock Redaktion
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Beitrag vom 14. Oktober 2019

Statt auf Wachstum zu setzen, lieber Volatilität nutzen? Ein Ansatz für ein widerstandsfähiges Portfolio beim Schwellenlandinvestment.

Die Geschichte der Anlage in Schwellenländer muss neu geschrieben werden. Anders. Das ist die Überzeugung von Sam Vecht, Manager von Schwellenlandportfolios bei BlackRock, der sich seit Jahrzehnten mit der Materie beschäftigt.

Beim diesjährigen BlackRock Investoren Forum ließ er mit dieser These aufhorchen. Sein Credo: Zu lange haben Anleger einander die Geschichte von der wirtschaftlichen Aufholjagd der Schwellenländer erzählt. Weil der Konsum, die Wirtschaft und Unternehmensgewinne wüchsen, seien auch langfristig attraktive Renditen an den Aktienmärkten zu erwarten – so die allgemeine Überzeugung.

Doch Vecht verweist darauf, dass die Fakten nach seiner Meinung diese Annahme nicht stützen. Denn das hieße doch, dass das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP), also das Wirtschaftswachstum, und das Gewinnwachstum von Unternehmen sich im Kurswachstum für Anleger niederschlagen müssten. Mit Blick auf das Schwellenland Indien macht er deutlich: An den Aktienmärkten kletterten die Kurse 2007 in höchste Höhen – zu einer Zeit, als das BIP noch weit hinter dem heutigen zurücklag. Und Kursanstiege in jüngerer Zeit (zum Beispiel 2017) fielen zusammen mit einer abgeflachten Gewinnentwicklung auf Unternehmensseite.(1)

Auch für China zeigt sich ein Bild, das seine Meinung erhärtet: Während sich seit 2007 das BIP mehr als verdreifacht hat, traten die Aktienkurse lange annähernd auf der Stelle und blieben damit weit hinter dem Kurswachstum in den entwickelten Märkten zurück, deren Wirtschaftsleistung natürlich wesentlich geringer wuchs.(1)

Wenn sich also Wirtschafts- und Gewinnwachstum in Schwellenländern nicht so einfach in Renditen für Anleger übersetzen lassen, auf was ist denn in Schwellenländern überhaupt Verlass?

Vechts These: Anleger können sich auf die Volatilität dieser Märkte in Entwicklung verlassen und genau diese Chance ergreifen. Denn volatil dürften sie bleiben, allein wegen unsteter Kapitalzuflüsse. Ein widerstandfähiges Portfolio für Schwellenlandanleger kann daher entstehen, wenn Portfoliomanager die zum Teil großen Schwankungen an den Märkten nutzen und entschieden antizyklisch agieren.

Also: kaufen, wenn die Währungen und Unternehmen billig sind und das Wachstum schwächelt. Dann eröffnen sich Chancen, die man zum Einstieg nutzen kann. Und die gibt es nach Vechts Überzeugung immer – der Volatilität der Schwellenländermärkte sei Dank!

Wenn das also die eine mögliche Formel für mehr Widerstandsfähigkeit und Beständigkeit von Schwellenlandinvestments ist, passt sie gut in die Zeit. Denn heute geht es mehr denn je darum, die Frage zu beantworten: Wie lassen sich angesichts geopolitischer Unsicherheiten widerstandsfähige Portfolios aufbauen? Wenn Unsicherheiten und Volatilität unsere ständigen Begleiter sind, können sich Anleger gerade darauf verlassen – mit Portfoliomanagern, die ihre Strategien auf diese Voraussetzungen abstellen.

Mehr zum Aufbau widerstandfähiger Portfolios, die sich auf Chancen von heute konzentrieren? Hier.

 

1) Die Daten beziehen sich auf die zurückliegende Performance. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für gegenwärtige oder zukünftige Performance. Quellen: Bloomberg und MSCI. MSCI India und MSCI China Net Total Return Indices (USD). Stand: 31.12.2018

 

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