Die US-Wahl im Blick: Gesundheit, Finanzen, Energie – was Biden & Co. bewirken

BlackRock Redaktion
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Blog-Beitrag vom 9. März 2020

In den letzten Wochen standen der Coronavirus und seine Folgen für die Weltwirtschaft im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Dabei trat in den Hintergrund, dass der US-Wahlkampf langsam in die heiße Phase eintritt.

Die demokratischen Kandidaten haben ihre Wahlprogramme festgezurrt, und daraus lässt sich einiges herauslesen, was auch die Finanzmärkte beeinflussen könnte. Zwar reagieren die Märkte gemeinhin am stärksten kurz vor der Präsidentschaftswahl, aber in einzelnen Sektoren lassen sich häufig schon deutlich früher Auswirkungen bemerken.
Zwei demokratische Kandidaten liefern sich derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem, dass beide in Hinsicht auf die Regulierungspolitik unterschiedliche Positionen beziehen. Damit kommen drei Schlüsselsektoren ins Spiel, für die Regulierungen besonders relevant sind: das Gesundheitswesen, der Finanzsektor und die Energiebranche. Je nachdem, welcher Kandidat sich durchsetzt, könnten seine Pläne für diese drei Branchen erhebliche Konsequenzen haben.
Dabei reagieren die Märkte, wenn es um diese drei Sektoren geht, gemeinhin stärker negativ, je mehr staatliche Regulierung und Intervention geplant ist.

Gesundheitswesen
Privat versus öffentlich
Traditionell fallen die Ansichten der Präsidentschaftskandidaten im Gesundheitswesen auf besonders fruchtbaren Boden. Pläne, die in Richtung auf eine staatlich finanzierte Krankenkasse gehen, wirken sich auf die private Versicherungsindustrie aus. Zudem befürchten Gesundheitsdienstleister und Arzneimittelhersteller bei einem solchen Szenario Verluste. Allerdings fordern nicht alle demokratischen Kandidaten kostenlose Gesundheitsleistungen für alle, auch wenn sie sich für eine Ausweitung der staatlichen Gesundheitsfürsorge einsetzen.

Finanzsektor
Regulierung wollen alle – wie viel ist umstritten
Zwar scheint es Konsens bei den demokratischen Kandidaten zu sein, die Regulierung im Finanzwesen voranzutreiben, aber die konkreten Vorschläge zur Umsetzung unterscheiden sich. Eine Finanztransaktionssteuer steht bei allen Demokraten auf der Wunschliste, mit Sätzen zwischen 0,02 % und 0,1 %. Ein echter Paukenschlag für die Branche wäre allerdings, wenn der Plan einer Trennung von Geschäfts- und Investmentbanking realisiert würde. Dafür bräuchte ein Präsident in spe aber auch noch das Votum des Kongresses.

Energiebranche
Alles ist möglich – bis hin zum vollständigen Verbot von Fracking
Die demokratischen Kandidaten planen, die Energieerzeugung aus Öl, Gas und Kohle einzuschränken und stattdessen saubere Energien zu fördern. Angedacht ist auch das Verbot neuer Bohrungen auf See und auf bundesstaatlichem Grund und Boden. Einen Schritt weiter geht ein umfassendes Verbot von privatem Fracking – aber auch dafür bräuchte es eine Mehrheit im Kongress. Der Präsident alleine könnte allerdings neue Bohrverträge, sowohl Offshore als auch auf Staatsgebiet, verhindern – wodurch die Risikoprämie im Energiesektor nach oben schnellen dürfte.

 

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