Rohstoffe: Chancen trotz Unsicherheiten

BlackRock Redaktion
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Blog-Beitrag vom 25. Februar 2019

Für Rohstoffaktien spricht in einem Umfeld nachlassender Konjunkturdynamik eigentlich nicht viel. Das Rohstoff-Team von BlackRock sieht dennoch Potenzial. Der Grund: übertriebener Pessimismus am Markt.

Die Prognosen für das weltweite Wirtschaftswachstum sind in den vergangenen Monaten deutlich gekappt worden. Schwächere Wachstumszahlen sind für Rohstoffaktien in der Regel keine guten Nachrichten. Allerdings können sich trotz Unsicherheiten Chancen ergeben. Dann nämlich, wenn die Aussichten am Markt zu pessimistisch eingeschätzt werden. Und genau das ist derzeit der Fall, wie das Rohstoff-Team von BlackRock in seinem Ausblick auf 2019 erklärt (der gesamte Ausblick als PDF? Hier!).

Die Experten sind davon überzeugt, dass wir uns derzeit in einer Phase mit schwächerem, aber immer noch positivem Weltwirtschaftswachstum befinden. Im Klartext: Ein Abschwung steht nicht an. Sie stützen ihre Einschätzung auch auf das BlackRock Macro GPS, ein Tool von BlackRock, das beim BIP-Wachstum der G7-Länder Potenzial für positive Überraschungen signalisiert.

Das hat Auswirkung auf Öl-, Gold- und andere Rohstoffaktien. Bezüglich der Ölaktien preisten Anleger einen zu pessimistischen Ausblick für den Ölpreis ein, heißt es von den Rohstoffexperten. Die OPEC werde die Preise weiterhin stützen, die meisten Mitglieder die vereinbarten Produktionskürzungen einhalten. Und die US-Schieferölproduktion? Die werde 2019 steigen, aber nicht übermäßig. Nicht zuletzt würden die Unterinvestitionen außerhalb der OPEC und der USA das Angebot in diesem Teil des Marktes schrumpfen lassen. Bei Energieaktien werde es daher mit wachsender Zuversicht in einen dauerhaft über 60 US-Dollar je Barrel liegenden Ölpreis wieder bergauf gehen.

Für Gold sprechen nach Ansicht der Rohstoffexperten die bekannten Argumente: die Diversifizierung und die „sicherer Hafen“-Eigenschaften. Und Goldaktien würden auch in den nächsten 12 bis 18 Monaten stark auf Veränderungen beim Goldpreis reagieren.

Was Bergbauaktien angeht, würden am Markt die Folgen des Handelskonflikts zwischen den USA und China für das Weltwirtschaftswachstum möglicherweise überschätzt. Das heißt: Schon bei einer geringfügigen Besserung der Beziehungen zwischen beiden Ländern könnten die Rohstoffpreise wieder steigen. Um China machen sich die Rohstoffexperten übrigens keine großen Sorgen: Das Land habe genügend Mittel, um alles für eine weiche Landung der Wirtschaft zu tun. In den Kursen von Bergbauaktien sei jedenfalls ein zu schlechtes Preisumfeld eingepreist.

Und ein letztes Argument für Rohstoffaktien: Der Sektor wird momentan gemessen an zahlreichen wertorientierten Kennzahlen nach wie vor mit deutlichem Abschlag gegenüber den breiteren Aktienmärkten gehandelt. Das zeigt etwa das Kurs-Buchwert-Verhältnis, gemessen am MSCI World Energy und am MSCI World Metals & Mining (s. Grafik).

Rohstoffaktien erscheinen attraktiv für Anleger auf der Suche nach Wertpotenzial 


Die dargestellten Zahlen beziehen sich auf die Wertentwicklung in der Vergangenheit. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für aktuelle oder zukünftige Ergebnisse. Quelle: Datastream, Januar 2019. Hinweise: Die dunkelblaue Linie zeigt das Kurs-Buchwert-Verhältnis des MSCI World Energy Index, die grüne Linie das KBV des MSCI World Metals & Mining Index, die hellblaue Linie das KBV des MSCI Agriculture & Food Chain Index. Die gestrichelten Linien zeigen jeweils den durchschnittlichen Wert. In den Indexperformancerenditen sind keine Managementgebühren, Transaktionskosten oder Aufwendungen berücksichtigt. Indizes werden nicht verwaltet, und man kann nicht direkt in einen Index investieren.



Rückläufige Wachstumsprognosen brauchen Anleger somit keine schlaflosen Nächte zu bereiten, solange die Bewertungen im Rohstoffsektor noch niedrig sind. Vielmehr könnte der Einstieg in Rohstoffaktien – trotz Unsicherheiten – gerade jetzt lohnen.

 

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