Dividenden: Ein Thema hat Saison

BlackRock Redaktion
Ein Beitrag der
BlackRock Redaktion

Blog-Beitrag vom 23. April 2018

Eigentlich sind Erträge aus Dividenden in zinsarmer Zeit ein Dauerthema. In der Dividendensaison erfahren sie von Anlegern aber noch einmal mehr Aufmerksamkeit.

Die Berichtssaison ist in vollem Gange. Ein DAX-Konzern nach dem anderen öffnet derzeit seine Bücher. Bis in den Frühsommer hinein wird es jede Menge Zahlen zu Umsatz, Gewinn und vor allem Gewinnverwendung der größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands geben. Und Nachrichten dazu, wie hoch die Dividenden ausfallen werden. Das kann ein guter Anlass sein, mit Anlegern das Thema „globale Dividendenstrategie“ wieder einmal aufzunehmen.

Seit Anleihen derart dünne Zinserträge abwerfen, erfahren Dividenden auch unter dem Aspekt regelmäßiger Erträge bei Anlegern eine ganz neue Wertschätzung. Ein paar Zahlen: 2017 war ein echtes Dividendenrekordjahr. Weltweit schütteten Unternehmen 1,3 Billionen US-Dollar aus. Das war nicht nur so viel wie nie zuvor, sondern mit 7,7 Prozent im Vergleich zu 2016 auch ein beachtlicher Zuwachs. Knapp ein Fünftel der Gesamtdividenden entfiel auf europäische Aktien.[1]

Obwohl die Ausschüttungsquote – also der Anteil der Dividenden am Jahresüberschuss der Unternehmen – dabei dank sprudelnder Gewinne sank, darf man auch immer die Kehrseite hoher Dividenden nicht aus den Augen verlieren. Uneingeschränkt positiv sind sie nämlich nicht: Denn bei der Entscheidung zur Gewinnverwendung stehen Unternehmen ja vor der Wahl, ob sie Gewinne eher ausschütten oder im Unternehmen behalten zur Verwendung für Investitionen in die Zukunft. Im schon weiter fortgeschrittenen Konjunkturzyklus könnten Unternehmen versucht sein, Gewinne eher auszuschütten, wenn sich zukünftige Investitionen – zum Beispiel in neue Fertigungsstraßen, Gebäude etc. – nicht zu lohnen scheinen. Denn es dauert, bis diese einsatzfähig sind. Und dann könnte die höhere Nachfrage vielleicht gar nicht mehr vorhanden sein. Hohe Gewinnausschüttungen hießen dann: In nachhaltiges Wirtschaftswachstum wird nicht investiert.

Für 2018 spricht einiges dafür, dass wir auf ein weiteres Dividendenrekordjahr zusteuern. Beim globalen Wachstum sieht es zumindest kurzfristig noch nach einer Beschleunigung aus. Gleiches gilt für die Unternehmensgewinne und somit auch die Dividenden. Für DAX-Unternehmen werden über 35 Milliarden Euro an Ausschüttungen erwartet, das entspräche einem Plus von 11 Prozent. In Europa (MSCI Europe) sollten es in Summe rund 320 Milliarden Euro werden. Und auch weltweit wird mit einem neuen Rekord gerechnet.[2]

Weil der Horizont nicht mehr ganz wolkenfrei ist: Selbst eine konjunkturelle Verlangsamung muss nicht notwendigerweise zu rückläufigen Renditen aus Dividenden führen. Denn gerade relativ konjunkturunabhängige Unternehmen mit etablierter Position in einem soliden Marktumfeld schütten in der Regel hohe Dividenden aus. 

Zusammen mit der bis auf Weiteres hohen Differenz zwischen Dividenden- und Staatsanleiherenditen gerade bei uns in Europa dürfte es also weiter gute Gründe für eine Dividendenstrategie geben. Und wie lassen sich Dividenden ins Portfolio holen? Möglich ist das mit aktiven Fonds und ETFs. Dabei ist für Anleger wichtig, dass Titel ausgewählt werden, die möglichst solide Bilanzen, eine konsistente Dividendenhistorie sowie Aussichten auf stabile oder wachsende Ausschüttungen vorweisen können. Allein auf die Top-Dividendenzahler der Vergangenheit zu setzen, kann gefährlich sein: Denn es gibt auch Unternehmen, die aufgrund von Problemen ihre Dividendenzahlungen nicht aufrechterhalten können oder gar ganz streichen. Außerdem: Qualitätsunternehmen sind in der Regel weniger anfällig für Markt- und Konjunkturschwankungen – mit den Dividenden kommt somit auch noch Stabilität ins Portfolio. Mehr über Dividenden-Anlagen erfahren Sie hier.

Quelle:

[1] Handelsblatt, 19.02.18
[2] Wirtschaftswoche, 17.04.2018

 

Diese Werbemitteilung dient rein zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung und kein Angebot zum Kauf von Anteilen an Fonds der BlackRock Gruppe dar. Diese Mitteilung unterliegt nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen. Das Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen gilt daher nicht.

Eine Finanzanlage ist typischerweise mit gewissen Risiken verbunden. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Eine mögliche Kaufentscheidung darf ausschließlich auf Basis der Informationen getroffen werden, die der aktuelle Verkaufsprospekt, die vereinfachten Prospekte und/oder wesentlichen Anlegerinformationen, der Jahres- und Halbjahresbericht zur Verfügung stellen. Die Dokumente in deutscher Sprache zu den einzelnen Fonds finden Sie unter den angegebenen Links und bei den Fonds-Informationen.