Ihre Diagnose in der Jackentasche

BlackRock Redaktion
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Sie wachen auf, Ihr Kopf brummt, Sie fühlen sich schlapp und das letzte woran Sie jetzt denken möchten, ist zum Arzt zu fahren und sich in das volle Wartezimmer zu setzen. Viel praktischer wäre es doch, den Arzt über das Smartphone direkt kontaktieren zu können und mit ihm über Ihren aktuellen Gesundheitszustand zu sprechen – ganz ohne Autofahrt und langes Warten inmitten anderer Patienten.

Dies klingt noch nach Zukunftsmusik in Deutschland, doch der erste Schritt in diese Richtung ist getan. Auf dem Deutschen Ärztetag wurden 2018 die Weichen dafür gestellt: zukünftig soll es für Ärzte möglich sein, Ferndiagnosen per Videochat zu stellen, auch wenn sie die Patienten vorher nicht persönlich gesehen haben.[1] Dass Deutschland in der Digitalisierung der Gesundheitsbranche noch in den Kinderschuhen steckt, zeigt der Vergleich zu Ländern wie Kanada oder auch zu unserem Nachbarland Schweiz, wo Video-Chats mit Ärzten bereits Realität ist und seit 18 Jahren bei bis zu 50% der Patienten durchgeführt wird.[2]

Die Bedeutung des Video-Chats und der Digitalisierung in der Gesundheitsbranche werden in Zukunft steigen, denn nur so lässt sich die Patientenversorgung, vor allem im ländlichen Raum, sicherstellen.[3] Bereits heute finden bis zu 70% der Allgemeinärzte auf dem Land keine Nachfolger für Ihre Praxen, trotz finanzieller Anreize wie Landarztzuschlägen.[4] Tendenz steigend. Denn durch den demografischen Wandel hin zu einer immer älter werdenden Gesellschaft erhöht sich zum einen der Bedarf an ärztlicher Versorgung aber auch die Gesundheitsausgaben steigen. In Deutschland überschritten die Ausgaben im Gesundheitsbereich 2017 erstmals die 1-Milliarde-Euro-Marke pro Tag, dabei könnten durch eine weiter fortgeschrittene Digitalisierung eine hohe Summe eingespart werden.[5]

Dass die Ausgaben im Gesundheitsbereich so hoch ausfallen liegt vor allem daran, dass schwerwiegende Krankheiten vermehrt im hohen Alter auftreten und deren Behandlung besonders kostenintensiv ist. Ein weiterer Grund liegt im technischen Fortschritt, denn im Gegensatz zu anderen Branchen, in denen der Fortschritt zu einer Kostensenkung führt, ist in der Gesundheitsbranche die Erforschung neuer Medikamente und Operationsmöglichkeiten mit steigenden Kosten verbunden.[6]

Dies führt dazu, dass die Gesundheitsausgaben einen immer größeren Anteil des BIPs in Deutschland, aber beispielsweise auch den USA, ausmachen und nicht alleine durch das wirtschaftliche Wachstum gedeckt werden können.[7]

Die Gesundheitsbranche gilt auch zukünftig als Wachstumsmarkt[8], in welchem sich neue Potenziale für Unternehmen bieten, die innovative Produkte und Angebote entwickeln und bereitstellen.

 

[1] https://www.handelsblatt.com/technik/medizin/e-health-patienten-in-deutschland-profitieren-kaum-von-digitalisierung/23920024.html
[2] https://www.zdf.de/nachrichten/heute/baden-wuerttemberg-pilotprojekt-arzt-behandlung-per-videochat-100.html
[3] https://www.egovernment-computing.de/telemedizin-stellt-medizinische-versorgung-auf-dem-land-sicher-a-739115/
[4] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95737/Zentren-und-Verbuende-sollen-medizinische-Versorgung-auf-dem-Land-sichern
[5] http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/gesundheit-in-deutschland-wird-taeglich-mehr-als-eine-milliarde-euro-ausgegeben-a-1193779.html; https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/BevoelkerungSoziales/Gesundheit/Gesundheitsausgaben.html; https://www.handelsblatt.com/technik/medizin/e-health-patienten-in-deutschland-profitieren-kaum-von-digitalisierung/23920024.html
[6] https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/Warum-die-Kosten-im-Gesundheitssektor-immer-weiter-steigen;art416,9722305
[7] https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/Warum-die-Kosten-im-Gesundheitssektor-immer-weiter-steigen;art416,9722305
[8] US-Gesundheitsministerium und Centers for Medicare & Medicaid Gesundheitsdienstleisters, Office of Actuary: „National Health Care Expenditure Projections: 2016–2025; https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Gesundheitsausgaben/Gesundheitsausgaben.html; http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/gesundheit-in-deutschland-wird-taeglich-mehr-als-eine-milliarde-euro-ausgegeben-a-1193779.html

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