ANLEIHEN KURZ ERKLÄRT

Unsere Essentials für einen schnellen Einstieg bei Anleihen.

Anleihen – oft auch als Fixed Income oder festverzinsliche Wertpapiere bezeichnet – sind im Grunde Schuldverschreibungen. Wenn Staaten und Unternehmen Anleihen ausgeben, leihen sie sich Geld mit dem Versprechen, den Betrag am Ende der Laufzeit der Anleihe zurückzuzahlen. Ein börsengehandelter Anleihenfonds (Anleihen-ETF) fasst mehrere Anleihen zusammen und wird an einer Börse gehandelt, ähnlich wie Aktien.

Kapitalrisiko. Der Wert von Anlagen und die damit erzielten Erträge können ebenso gut sinken wie steigen und sind nicht garantiert. Daher besteht die Möglichkeit, dass ein Anleger den ursprünglich investierten Betrag nicht vollständig zurückerhält.

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Grundsätzliches zu Anleihen

Welche Optionen hat ein Staat, eine öffentliche Institution oder ein Unternehmen, um sich Geld zu beschaffen? Eine Möglichkeit ist die Ausgabe (Emission) festverzinslicher Wertpapiere oder Anleihen.

Anleger erwerben die Anleihen und erhalten dafür jährlich eine bestimmte Zinszahlung ebenso wie die Rückzahlung des Nennwerts der Anleihe zu einem vorab festgelegten Termin. Dieser Termin wird als Fälligkeit der Anleihe bezeichnet, die Zeit bis zu diesem Termin als Laufzeit.

Warum spielt die Laufzeit einer Anleihe eine Rolle?

Sie können Anleihen mit allen Arten von Fälligkeitsterminen kaufen – mit Laufzeiten von wenigen Monaten bis zu vielen Jahren. Anleihen mit längeren Laufzeiten – sagen wir 20 Jahre ab jetzt – gelten als risikoreicher als kurzfristigere Anleihen. Denn es ist schwer zu sagen, wie die Wirtschaft in der Zukunft aussehen wird. Langfristige Anleihen zahlen in der Regel einen höheren Zinssatz, da der Anleger größere Zins- und Inflationsrisiken in Kauf nimmt.

 


Warum Anleger Anleihen wählen

Wer gibt Anleihen aus?

Nicht nur Regierungen, sondern auch Unternehmen geben Anleihen aus. Staaten wie Großbritannien und die USA haben in der Vergangenheit ihre Schulden zuverlässig zurückgezahlt. Darum gelten von ihnen begebene Anleihen als weniger riskant. Unternehmensanleihen weisen demgegenüber ein höheres Verlustrisiko auf, zahlen aber in der Regel auch mehr Zinsen, um Anleger dafür zu entschädigen.

 


Warum Anleger Anleihen wählen

Wie berechnet sich der Wert einer Anleihe?

Zur Bewertung einer Anleihe dient ihre Rendite. Als jährlicher Prozentsatz des angelegten Kapitals angegeben, berücksichtigt die Rendite den Kaufpreis einer Anleihe und die während ihrer Laufzeit erwarteten Zinszahlungen. Hinzu kommen einige weitere Faktoren, wie Zinssätze und die Bonität des Emittenten. Mit riskanteren Anleihen lassen sich höhere Renditen erzielen.

 


Warum Anleger Anleihen wählen

  • Die Einbeziehung von Anleihen in eine Strategie verbessert die Diversifizierung. Dadurch wird ein Portfolio widerstandsfähiger. Besonders wichtig ist dies für Anleger, die aufgrund der niedrigen Zinssätze in den letzten Jahren ihr Aktienengagement angehoben haben.

    Diversifizierung kurz erklärt

    In einem diversifizierten Portfolio sind die Risiken auf verschiedene Anlagen verteilt, zum Beispiel auf Anleihen und Aktien. Der entscheidende Punkt bei diesem Ansatz besteht darin, in Anlagen zu investieren, die nicht korrelieren. Das heißt, dass sie auf Veränderungen der Wirtschaftslage unterschiedlich reagieren.

    Wenn die Zinssätze niedrig sind, aber die Wirtschaft wächst, neigen Anleger häufig dazu, auf risikoreichere Ertragsquellen zu setzen. Einige entschließen sich, Kapital von Anleihen in Aktien umzuschichten.

    Dies hat den Nachteil, dass ein solches Portfolio einem hohen Aktienrisiko ausgesetzt sein könnte. Denn es ist weniger diversifiziert und potenziell anfälliger, wenn es zu einem Ausverkauf am Aktienmarkt kommt (also zu massiven schnellen Verkäufen von Aktien aufgrund von Marktbewegungen oder politischen Ereignissen).

    Risiko: Diversifizierung und Portfoliostrukturierung schützen Sie möglicherweise nicht völlig gegenüber Marktrisiken.

  • Um einen konstanten Ertragsstrom zu erreichen, haben Sie die Möglichkeit, in einen Mix von Anleihen zu investieren – von denen einige risikoreicher und andere weniger riskant sind. Dies schafft Diversifizierung und kann dazu beitragen, Erträge zu erzielen, ohne Ihr Kapital aufzuzehren.

    Ein breites Spektrum von Anleihen

    Regelmäßige Einnahmen sind ein wichtiger Grund dafür, dass Anleihen über die Jahre bei Anlegern so beliebt waren. Sowohl Anleihen-ETFs als auch Fonds investieren in ein breites Spektrum von Anleihen, die alle darauf ausgelegt sind, Zinsen in einer festgelegten Höhe zu zahlen.

    Viele Anleger möchten regelmäßige Einnahmen erzielen, ohne ihren Gesamtertrag zu schmälern. Diversifizierung und Risikobewusstsein sind entscheidende Faktoren, um regelmäßige Einnahmen verzeichnen zu können. Anleihen, die als weniger kreditwürdig gelten, bieten in der Regel eine höhere Rendite. Als sicher geltende Anleihen zahlen dagegen normalerweise weniger Zinsen. Wenn es darum geht, regelmäßige Einnahmen zu erzielen, kann ein diversifiziertes Portfolio mit Anleihen aus dem gesamten festverzinslichen Spektrum ein guter Weg sein.

    Risiko: Ein wesentliches Risiko bei der Anlage in Anleihen ist das Kreditrisiko. Das Kreditrisiko oder Ausfallrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass der Anleihenemittent nicht in der Lage ist, die Kapitalsumme zurückzuzahlen oder die Anleihe zu verzinsen.

  • Anleihen gelten als weniger riskant als Aktien. Denn, wenn ein Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät, werden die Inhaber von Anleihen noch vor den Aktionären ausbezahlt. Deswegen sind Anleihen attraktiv für Anleger, die vorsichtig sind, aber gleichzeitig auch bessere Erträge anstreben, als sie Barmittel bieten können.

    Gelten Anleihen als weniger riskant als Aktien?

    Vorsichtige Anleger, die mit ihrem Kapital möglicherweise keine großen Risiken eingehen möchten, legen häufig einen Teil ihres Portfolios in Anleihen an. Anders als bei Aktien, bei denen das Unternehmen nicht verspricht, das angelegte Geld zurückzuzahlen, gehen Emittenten von Anleihen eine vertragliche Verpflichtung zur Rückzahlung ein.

    Außerdem werden die Inhaber von Anleihen vor den Aktionären entschädigt, wenn ein Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Viele Anleger finden es attraktiv, dass Anleihen zu Kapitalerhalt und Portfoliostabilität beitragen.

    Eine Alternative zu Barmitteln

    Eine weitere Möglichkeit für risikoscheue Anleger besteht darin, ihr Geld als Barmittel (Cash) zu halten. Bei Anlagen in Cash ist es wichtig, an das Risiko der Opportunitätskosten zu denken – dass sie nämlich mit Barmitteln geringere Renditen erzielen als mit anderen Anlagen. Eine Allokation in erstklassigen und/oder inflationsgeschützten Anleihen kann eine effektive Strategie darstellen, Portfolioverluste zu begrenzen und doch Kapitalzuwachs zu ermöglichen.

    Risiko: Der Wert von Anlagen und die damit erzielten Erträge können ebenso gut sinken wie steigen und sind nicht garantiert. Daher besteht die Möglichkeit, dass ein Anleger den ursprünglich investierten Betrag nicht vollständig zurückerhält.

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* Quelle: BlackRock, Bloomberg, per 30. September 2020.

Risiko: Zwei wesentliche Risiken, die eine Investition in Anleihen birgt, sind das Zins- und das Ausfallrisiko. Steigende Zinsen gehen in der Regel mit einem entsprechenden Rückgang des Marktwerts einer Anleihe einher. Das Ausfallrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass der Anleihenemittent nicht in der Lage ist, die Kapitalsumme zurückzuzahlen oder die Anleihe zu verzinsen. Es gibt keine Garantie, dass ein positives Anlageergebnis erzielt wird.