• Schwindende Sorgen vor einer harten Landung in China, ein schwächerer US-Dollar und die Bodenbildung bei den Rohstoffpreisen haben das Investoreninteresse im Segment der Emerging Markets wieder ansteigen lassen
  • Risikoaufschläge sowohl bei Lokal- als auch bei Hartwährungsanleihen notieren trotz jüngster Spreadeinengungen nach wie vor oberhalb langjähriger Durchschnitte
  • Da wir auch zukünftig kein Einbrechen von Chinas Wirtschaft erwarten, dem Dollar keine spürbare weitere Aufwertung zutrauen und am Rohstoffmarkt – vor allem bei den baunahen Rohstoffen – mit einer Fortsetzung der Erholung rechnen, stehen wir einem Investment in den Emerging Markets durchaus positiv gegenüber.
  • Schwellenländeranleihen – Totgesagte leben länger

    Tapering als Beginn der Schwächephase in Emerging Markets

    Anfang 2013 leitete Ben Bernanke eine länger anhaltende Schwächephase an den Aktien- und Rentenmärkten in den Emerging Markets ein: Nach seiner Ankündigung des bevorstehenden Einstiegs in den Ausstieg der lockeren Geldpolitik, begannen viele Investoren, ihre Positionen in Emerging Markets zu überdenken. Das Ergebnis waren Kapitalabflüsse, steigende Renditen, fallende Aktienkurse und schwächere Währungen in den Schwellenländern. Aber auch der Verfall der Rohstoffpreise und damit verbundene Sorgen um ein schwächeres Wachstum in den Rohstoff exportierenden Ländern machten die Runde und verstärkten den Trend. Zu allem Überfluss kamen Bedenken hinzu, Chinas Transformationsprozess hin zu einer stärker durch den Dienstleistungssektor geprägten Wirtschaft könnte mehr Wachstum kosten, als zunächst angenommen. In den Jahren 2013 bis Ende 2015 schnitten Risikoaktiva aus Schwellenländern folglich deutlich schlechter ab als jene aus entwickelten Staaten.1

    Zinswende light?

    Heute, einige Jahre später, liegt die erste Zinsanhebung in den USA hinter uns, und die US-Notenbank wird 2016 mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Schritte folgen lassen. Allerdings dürfte sich die Zinswende in diesem Jahr wohl nur als so etwas wie eine „Zinswende light“ entpuppen. Eine Erkenntnis, welche die von 2014 bis Ende 2015 währende Aufwertung der US-Währung gestoppt und den Druck von den Emerging-Markets-Währungen genommen hat. Da gleichzeitig die Baisse am Rohstoffmarkt weitestgehend ausgestanden scheint und die Sorgen vor einem Wachstumseinbruch in China nach zuletzt besseren Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte offenbar übertrieben sind – was in diesem Kontext vermutlich der wichtigste Faktor überhaupt ist –, wenden sich die Anleger auf der Suche nach Rendite wieder verstärkt dem Schwellenländer-Segment zu. Wie stark das aktuelle Interesse der Marktteilnehmer an Rentenmarktpapieren aus den Schwellenländern ist, hat exemplarisch die Auktion von insgesamt vier argentinischer Staatsanleihen vor einigen Tagen unterstrichen: insgesamt gab es mehr als viermal so viel Nachfrage wie Angebot – und das bei einem Emissionsvolumen von 16,5 Milliarden US-Dollar. Das Orderbuch in Höhe von fast 70 Milliarden US-Dollar stellte dabei einen neuen Schwellenländerrekord dar.1

    Wiederkehrendes Anlegerinteresse

    Trotz des zuletzt wieder gestiegenen Interesses der Anleger und der damit verbundenen Spreadeinengung notieren die Risikoaufschläge sowohl was Lokalwährungsanleihen als auch was Anleihen in „harter Währung“ betrifft noch deutlich über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre und bieten entsprechend Spreadeinengungs- und somit Kursgewinnpotenzial.

    Ob der Einengungsspielraum im weiteren Jahresverlauf genutzt wird, dürfte entscheidend mit der Entwicklung der allgemeinen Risikoneigung der Investoren bestimmt werden. In diesem Zusammenhang werden die weiteren Entwicklungen der chinesischen Wirtschaft, des US-Dollars und der Rohstoffpreise eine wichtige Rolle spielen. Da wir dem Dollar keine spürbare weitere Aufwertung zutrauen, keine harte Landung von Chinas Wirtschaft prognostizieren und am Rohstoffmarkt – vor allem bei den baunahen Rohstoffen – eine Fortsetzung der Erholung erwarten, stehen wir einem Investment in den Emerging Markets durchaus positiv gegenüber.

    Innerhalb des EM-Rentenmarktsegments könnten für risikoorientierte Anleger Anleihen in lokaler Währung interessant sein, denn hier besteht die Möglichkeit, sowohl von dem hohen Zinsniveau einerseits und den Erholungen der Währungen andererseits zu profitieren. Weniger risikofreudige Investoren könnten jedoch auch auf dem Markt für Schwellenländeranleihen mit harten Währungen ein attraktives Rendite-Risiko-Verhältnis vorfinden. 

    Reformen bestimmen weiteren Verlauf

    Trotz dieses vorsichtigen Optimismus erwarten wir nicht, dass uns zwangsläufig die nächste langjährige Erfolgsstory in den Schwellenländern ins Haus steht, die deutlich über einen konjunkturellen „Rebound“ hinausgeht. Hierfür ist der Fortgang etwaiger produktivitätssteigernden strukturellen Reformen in den Schwellenländern in den vergangenen Jahren schlichtweg nicht befriedigend genug gewesen – so ist etwa die Rohstoffabhängigkeit vieler Emerging Markets weiterhin deutlich zu hoch. Die in den letzten Jahren stark gestiegene Schuldenlast, sowohl auf Staaten- als auch auf Unternehmensebene sollte zudem das Erreichen früherer Wachstumskennziffern verhindern. Einer milden zyklischen Erholung steht aus unserer Sicht jedoch nichts im Wege. Aufgrund der großen Heterogenität der Emerging Markets bleibt jedoch eine gewissenhafte Selektion aus Investorensicht besonders wichtig. 

    1 Quelle: Thomson Reuters Datastream, April 2016

 

Neue Möglichkeiten

BlackRock’s Emerging Market Debt Team gehört zu den anerkanntesten Teams seiner Branche. Geleitet von Sergio Trigo Paz kombinieren die Mitglieder ihre weitreichende lokale Expertise mit dem branchenführenden Risikomanagement-System von BlackRock. Auf diese Weise ist das Team in der Lage, eine Produktrange zur Verfügung zu stellen, die gegebene Anlagechancen in dem sich heutzutage rapide ändernden Marktumfeld ergreift.

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  • Wichtige Hinweise

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  • Fondsspezifische Risiken

    Festverzinsliche Wertpapiere: Zinsschwankungen, Änderungen des Kreditrisikos und/oder der Ausfall eines Emittenten haben wesentliche Auswirkungen auf die Wertentwicklung festverzinslicher Wertpapiere. Gilt für BSF Emerging Markets Flexi Dynamic Bonds Fund, BGF Emerging Markets Bond Fund, BGF Emerging Markets Corporate Bond Fund, BGF Emerging Markets Local Currency Bond Fund.

    Festverzinsliche Wertpapiere ohne Investment Grade: Festverzinsliche Wertpapiere ohne Investment Grade sind anfälliger gegenüber Änderungen bei diesen Risiken als festverzinsliche Wertpapiere mit höherem Rating. Potenzielle oder effektive Herabstufungen der Kreditwürdigkeit können zu einem Anstieg des Risikos führen.

    Schwellenländerrisiko: Schwellenländer reagieren generell anfälliger auf wirtschaftliche oder politische Störungen als Industrieländer. Gilt für BSF Emerging Markets Flexi Dynamic Bonds Fund, BGF Emerging Markets Corporate Bond Fund, BGF Emerging Markets Local Currency Bond Fund, BGF Emerging Markets Bond Fund.

    Kreditrisiko: Der Emittent eines vom Fonds gehaltenen Vermögensgegenstandes zahlt möglicherweise fällige Erträge nicht aus oder zahlt Kapital nicht zurück. Gilt für BGF Emerging Markets Flexi Dynamic Bonds Fund, BGF Emerging Markets Bond Fund, BGF Emerging Markets Bond Fund.

    Derivaterisiko: Derivate reagieren äußerst stark auf Änderungen des Vermögenswerts, der ihnen zugrunde liegt, und können die Höhe der Verluste und Gewinne steigern. Der Fondswert ist demzufolge größeren Schwankungen unterlegen. Die Auswirkungen auf den Fonds können größer sein, wenn Derivate auf umfassende oder komplexe Weise eingesetzt werden. Gilt für: BSF Emerging Markets Flexi Dynamic Bonds Fund, BGF Emerging Markets Bond Fund, BGF Emerging Markets Corporate Bond Fund, BGF Emerging Markets Local Currency Bond Fund.

    Von staatlichen Stellen in den Schwellenmärkten ausgegebene oder garantierte festverzinsliche Wertpapiere: sind in der Regel mit

    einem höheren 'Kreditrisiko' behaftet als in entwickelten Volkswirtschaften. Gilt für: BSF Emerging Markets Flexi Dynamic Bonds Fund, BGF Emerging Markets Local Currency Bond Fund.

    Währungsrisiko: Der Fonds legt in anderen Währungen an. Wechselkursänderungen wirken sich daher auf den Anlagewert aus. Von staatlichen Stellen in den Schwellenmärkten ausgegebene oder garantierte festverzinsliche Wertpapiere sind in der Regel mit einem höheren 'Kreditrisiko' behaftet als in entwickelten Volkswirtschaften. Gilt für: BSF Emerging Markets Flexi Dynamic Bonds Fund, BGF Emerging Markets Corporate Bond Fund, BGF Emerging Markets Local Currency Bond Fund.

    Kontrahentenrisiko: Die Insolvenz von Unternehmen, die die Verwahrung von Vermögenswerten übernehmen oder als Gegenpartei bei Derivaten oder anderen Instrumenten handeln, kann den Fonds Verlusten aussetzen.

    Gilt für: BSF Emerging Markets Flexi Dynamic Bonds Fund, BGF Emerging Markets Bond Fund, BGF Emerging Markets Corporate Bond Fund, BGF Emerging Markets Local Currency Bond Fund.

    Kreditrisiko: Der Emittent eines vom Fonds gehaltenen Vermögensgegenstandes zahlt möglicherweise fällige Erträge nicht aus oder zahlt Kapital nicht zurück. Gilt für: BSF Emerging Markets Flexi Dynamic Bonds Fund, BGF Emerging Markets Bond Fund, BGF Emerging Markets Corporate Bond Fund.

    Liquiditätsrisiko: Geringere Liquidität bedeutet, dass es nicht genügend Käufer oder Verkäufer gibt, um Anlagen leicht zu verkaufen oder zu kaufen. Gilt für BSF Emerging Markets Flexi Dynamic Bonds Fund, BGF Emerging Markets Bond Fund, BGF Emerging Markets Corporate Bond Fund, BGF Emerging Markets Local Currency Bond Fund.

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