Die Dividendensaison ist
eröffnet – ein Rekordjahr jagt das nächste

Nur für professionelle Anleger

In Kürze:

  • 2017 war ein Dividenden-Rekordjahr, das von 2018 voraussichtlich noch einmal kräftig getoppt wird
  • Die Ursachen für den Geldregen sind allerdings auch kritisch zu hinterfragen
  • Mit iShares ETFs kann man in verschiedenste Dividendentitel weltweit anlegen

2017 war ein Dividenden-Rekordjahr. In Zeiten, in denen Zinserträge an den Rentenmärkten mit der Lupe gesucht werden müssen, kann diese Meldung aus Anlegersicht kaum genug wertgeschätzt werden. Die Unternehmen schütteten global betrachtet mit 1,3 Billionen US-Dollar nicht nur so viel aus wie nie zuvor – auch der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr war mit 7,7 Prozent durchaus beachtlich. Auf europäische Aktien entfiel immerhin rund ein Viertel der Gesamtdividenden.

Weltweit gezahlte Dividenden

Quelle: Statista, Gesamtsumme der weltweit gezahlten Dividenden von 2011 bis 2017 (in Milliarden US-Dollar)

Der Geldregen kritisch hinterfragt

Die Ursachen für den warmen Geldregen sind allerdings nicht ausschließlich positiv zu bewerten, denn neben dem aktuell starken globalen Wachstum ist eine Vielzahl von Unternehmen angesichts eines weit fortgeschrittenen Zyklus zurückhaltend in Bezug auf neue Investitionsprojekte. Obwohl die Ausschüttungsquote rückläufig ist, lautet die Logik bildlich gesprochen oft: Warum soll ich mir als Unternehmen jetzt noch eine weitere Fabrikhalle auf mein Firmengelände stellen, wenn die Nachfrage bei Fertigstellung vielleicht gar nicht mehr vorhanden ist. Dementsprechend ist es nachvollziehbar, dass Unternehmen lieber einen signifikanten Teil ihrer erwirtschafteten Gewinne ausschütten. In nachhaltiges Wirtschaftswachstum wird so aber nicht investiert.

Da das globale Wachstum und somit auch die Gewinne der Unternehmen jedoch kurzfristig noch einmal an Fahrt gewinnen dürften, wird wohl das Jahr 2018 abermals ein Rekorddividendenjahr werden. DAX-Unternehmen dürften über 35 Milliarden Euro ausschütten (das entspräche einem Plus von elf Prozent). In Europa (MSCI Europe) sollten es in Summe rund 320 Milliarden werden. Und auch weltweit rechnen wir mit einem neuen historischen Höchstwert.

Entwicklung der Dividendenzahlungen der DAX-Unternehmen

Quelle: Statista, Entwicklung der Dividendenzahlungen der DAX-Unternehmen in den Jahren von 2003 bis 2017 (in Milliarden Euro)

Die sich aus der zyklischen Wachstumsbeschleunigung resultierenden, abermals höheren Dividendenrenditen werden sich entsprechend sehen lassen können. Unabhängig von der Begründung für die hohen Ausschüttungen, spricht die hohe Differenz zwischen Dividenden- und Staatsanleiherenditen gerade hier bei uns in Europa für eine Bevorzugung einer Dividendenstrategie. Die gute Nachricht zum Schluss lautet: Da eher konjunkturunabhängige Unternehmen zu den Dividendenkönigen zählen, ist selbst bei einer wirtschaftlichen Verlangsamung nicht notwendigerweise mit rückläufigen Dividenden zu rechnen.

Breites Angebot an dividendenstarken ETFs

Mit den verschiedensten Aktien-Dividenden iShares ETFs können Privatanleger komfortabel in Pakete an dividendenstarken Titeln anlegen. Dabei stehen verschiedene Länder und Regionen zur Wahl.

Dividenden ETFs die den Faktor Qualität berücksichtigen

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Die Fonds sollten, absolut gesehen, nicht als risikoarm betrachtet werden und sind möglicherweise nicht für vorsichtige Anleger geeignet. Obwohl die von diesen Fonds nachgebildeten Indizes mit dem Ziel der Risikominderung gestaltet wurden, gibt es keine Garantie dafür, dass sie ein konservativeres Risikoniveau erreichen werden als ihr entsprechender größerer Aktienmarktindex.

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